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Der Boden am Elbdeich bebt

Hauke Meier vom Deichverband ist sich sicher: "2015 steht hier ein Top-Ringdeich."

Am Schutzwall in Freiburg sind schwere Geschütze unterwegs / 120.000 Kubikmeter Erde werden bewegt

sum. Freiburg. Der Bau des neuen Ringdeiches in Freiburg nimmt Gestalt an. Mit riesigen Kipplastern werden zurzeit viele Tonnen Klei-Erde vom Außendeich zum zukünftigen Ringdeich transportiert und dort von großen Raupenfahrzeugen verteilt.

Der Boden bebt unter dem Gewicht der schweren Baumaschinen.
Der neue, bogenförmig hinter Freiburg entlang führende Damm ist erforderlich, um die dort bestehende Lücke zwischen dem alten Deich und dem Hauptschutzwall zu schließen. Derzeit wäre das Dorf an der Elbe bei einer Sturmflut mit einem Bruch des Hauptdeiches den Wassermassen ungeschützt ausgeliefert.

Ursprünglich sollten die Arbeiten wesentlich früher anfangen, aber beim Aushub des Klei-Bodens stellte sich heraus, dass die Erde zu nass war und zunächst abtrocknen musste. „Ansonsten hätte es passieren können, dass später gefährliche Risse am Deich entstehen,“ erklärt Hauke Meier, Geschäftsführer des zuständigen Deichverbandes Kehdingen.

Das Bau-Gelände hinter dem Deich ähnelt einer Kraterlandschaft. Riesige Wasserlöcher reihen sich an hohe Erdhügel. Laut Hauke Meier wird sich das Landschaftsbild nach dem Bauende zum Positiven verändern: In dem gesamten Gebiet wird die Natur sich selbst überlassen. "Und die Wasserlöcher verschlicken mit der Zeit wieder", so Meier.

Doch noch herrscht Bau-Stress und Sandlaster fahren im engen Takt auf der rund einen Kilometer langen Versorgungsstrecke, die über den Deich zum Ringdeich führt. Insgesamt werden für den neuen Hochwasser-Schutzwall 120.000 Kubikmeter Erde bewegt.

Mitte kommenden Jahres soll das Bauwerk fertig sein. Hauke Meier verspricht: „Dann finden wir hier einen Top-Ringdeich vor."

• Die Kosten des 1,4 Kilometer langen und sechs Meter hohen Ringdeichs einschließlich des bereits fertiggestellten Entwässerungssieles betragen 3,7 Millionen Euro. Sie werden aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Niedersachsen finanziert.