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Der kleine Issa kann jetzt zur Schule gehen

Werner Dienst aus Stade begleitet den kranken Jungen in die Schule
bc. Stade. Werner Dienst ist stolz. Stolz darauf, was er in der fernen Savanne Senegals leistet. Seit nunmehr 35 Jahren hilft der heute 77-jährige Rentner den Menschen an der westafrikanischen Küste bei der Bewältigung ihres schwierigen Alltags. Erst vor wenigen Tagen ist er von seiner jüngsten humanitären Mission nach Stade zurückgekehrt. Diesmal sorgte er dafür, dass ein kleiner Junge die Schule besuchen kann.

Nach seinem letzten Aufenthalt im Senegal im Sommer ließ ihn ein Gedanke nicht mehr los. Von seinem Zimmer im Dorf Nianing hatte Werner Dienst jeden Tag einen kleinen Jungen beobachtet, der nichts besseres zu tun hatte, als von morgens bis abends auf der Straße herumzulungern. Issa Ka heißt das Kind und ist acht Jahre alt.

"Ich habe mich gefragt, weshalb er keine Schule besucht", erzählt Werner Dienst.
Seine Mutter gab ihm die Antwort: Das Geld reiche nicht aus, um die teure Schuluniform zu bezahlen. Außerdem leidet Issa Ka unter epileptischen Anfällen. Die Familie hat Angst, dass er die Schule gesundheitlich nicht schaffen könnte.

Werner Dienst wollte den Jungen nicht aufgeben. Auf eigene Faust und in seiner ihm eigenen hemdsärmeligen Art besorgte der Senior Medikamente, überzeugte den Schuldirektor von Issa Kas Fähigkeiten trotz der Krankheit und spendete das nötige Schulgeld: weniger als 100 Euro im Jahr.

Die ersten Tage begleitete Werner Dienst Issa im Unterricht. "Der Junge hat Spaß am Lernen, Freude mit den anderen Kindern zusammen zu sein. Auch wenn die Lehrer sehr auf Disziplin achten", berichtet Werner Dienst.

Ihm ist wichtig, deutlich zu machen, mit welch geringen finanziellen Mitteln größere Projekte im Senegal gestemmt werden können. Werner Dienst hat nämlich noch andere Baustellen - im wahrsten Sinn des Wortes. Dank vieler kleiner Spenden von Bekannten, Verwandten und Nachbarn in Deutschland hat er einer befreundeten Familie einen Anbau an ihr Haus finanziert. Für umgerechnet nur rund 720 Euro.

Wie berichtet, kümmert sich Werner Dienst auch noch als Koordinator des Vereins "Helfende Hände Senegal" um eine Krankenstation. Als "Mädchen für alles" managt er den stetigen Ausbau der Station.

Die nächste Reise in den Senegal ist bereits geplant: „Die Reisen sind für mich wie eine Energiequelle. Die leuchtenden Kinderaugen geben mir viel Kraft.“

• Weitere Infos unterwww.helfende-haende-senegal.de