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Die Bockwindmühle auf der Stader Elbinsel wird restauriert

Zur Zeit wird die Mühle von einem Stahlkorsett gehalten (Foto: am)
am. Stade. Wann genau die Bockwindmühle auf der Stader Museumsinsel angefangen hat, sich nach vorne zu neigen, lässt sich heute nicht mehr so genau sagen. Jedenfalls ist es in den letzten Jahren zu einer bedenklichen Schieflage gekommen. Um das Baudenkmal zu stabilisieren, hat der Geschichts- und Heimatverein Stade, in dessen Eigentum sich die Mühle befindet, ein Stahlkorsett errichten lassen. Jetzt soll das alte Denkmal für 70.000 Euro renoviert werden und danach wieder gerade stehen.
Ab Montag, 1. August, wird die Mühle auf neue Füße gestellt. Nach und nach werden mehrere tragende Balken im unteren Bereich ausgetauscht. Im Zuge der notwendigen Arbeiten erneuern die Mühlen-Restaurateure auch die Außenbretter und richten die Flügel wieder her. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Zentrum des Gebäudes.
"Das Problem ist, dass der Hauptbaum, der eigentlich schweben sollte, aufgesetzt ist und schief steht", sagt Gerd Beckmann, Geschäftsführer des Geschichts- und Heimatvereins Stade. Das habe nicht Folge, dass die Mühle nicht mehr um ihre eigene Achse schwenkbar ist und, dass sich durch die Schieflage ein Riss in einem Balken gebildet hat. "Das ist ein typisches Problem bei Bockwindmühlen, die nicht benutzt werden", sagt Beckmann.
Bereits auf dem Fest zum 100-jährigen Jubiläum, das 2014 gefeiert wurde, sammelte der Heimatverein Spenden. Im Laufe der Zeit kam die benötigte Summe, unter anderem mithilfe der Sparkasse Stade-Altes Land, der Stadt Stade, dem Landkreis sowie der Bingo-Umweltstiftung, zusammen. "Die Mühle ist von großer Bedeutung für die Museumsinsel, die wiederum zu den touristischen Attraktionen Stades gehört", sagt Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr.
Die Bockwindmühle ist typisch für die Region. Das auf der Insel ausgestellte Exemplar stammt ursprünglich aus Rethmar bei Hannover und wurde 1547 zum ersten Mal erwähnt. 1967 hat der Verein die Mühle erworben und in Stade aufbauen lassen. Dieselbe Firma, die damals am Werk war, wird auch jetzt die Sanierungsarbeiten durchführen.
Nach der Fertigstellung soll die Mühle bei unterschiedlichen Gelegenheiten für Besucher auch wieder von Innen geöffnet werden. Damit es nicht noch einmal zu einer Schieflage kommt, wird zudem ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins die Mühle regelmäßig circa alle vier Wochen um die eigene Achse drehen.