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Die Gefühlswelt des letzten Henkers im neuen Stader Jahrbuch

Bei der Buchvorstellung (vorne v. re.): Historikerin Dr. Beate-Christine Fiedler, Archiv-Chefin Dr. Gudrun Fiedler und Landrat Michael Roesberg mit Geschichtsfreunden und Autoren im Staatsarchiv (Foto: Dr. Gudrun Fiedler)

Spannendes aus dem "Mittelalter im Elbe-Weser-Raum"

tp. Stade. Schon gewusst, dass mancher Scharfrichter im Namen des Verurteilten bei der Obrigkeit um Gnade bat? Spannendes aus dem Leben von Stades letztem Henker und weitere Geschichten stehen im neuen Stader Jahrbuch 2015, das das Autorenteam, dem neben renommierten Historikern aus der Region eine Schülerin und eine Studentin angehören, jetzt im Landesarchiv Stade vorstellten.

Dr. Jörg Voigt und Dr. Thomas Bardelle haben den neuen, dem "Mittelalter im Elbe-Weser-Raum" gewidmeten Band inhaltlich verantwortet. Herausgeberin des teils farbig bebilderten Bandes ist, im Auftrag des Stader Geschichts- und Heimatvereins, dessen Vorsitzende, die Archiv-Chefin Dr. Gudrun Fiedler.

Als Gastredner machte Landrat Michael Roesberg deutlich, dass historische Bezüge im Landkreis eine wichtige Rolle spielen und führte als Beispiel das Landkreis-Wappen von 1932 an, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Der Schlüssel ist Symbol des Erzbistums Bremen und das Ross ein Hinweis auf die hannoversch-niedersächsische Zeit.

Das Jahrbuch enthält u.a. einen Beitrag von Thomas Bardelle und Jörg Voigt zur Mittelalterforschung im Elbe-Weser-Raum während des 19. und 20. Jahrhunderts sowie einen Aufsatz von Stefan Hesse und Daniel Nösler zur Kultur zwischen der Völkerwanderungszeit und der Zeit um 1500 mit Burgen, Kirchen und Klöstern.

Die Bedeutung des Erzbistums Hamburg-Bremen bei der Christianisierung Skandinaviens wird von Christian Oertel untersucht. Florian Hartmann fragt nach der Rolle der Billunger und der Stader Grafen in den Sachsenkriegen.

Thomas Vogtherr vergleicht die Residenzen der Bremer Erzbischöfe in Bremervörde und der Bischöfe von Verden in Rotenburg. Konrad Elmshäuser stellt das Inventar der Priorin des Klosters Osterholz aus dem Jahr 1521 vor. Studentin Sophie Matulla beleuchtet das tragische Ende eines Verbrechens im Kloster Lilienthal.

Den Abschluss bildet der Beitrag der Abiturientin Alina Wintzen vom Gymnasium Buxtehude Süd, die mit ihrer Arbeit zu den Scharfrichtern einen Landessieg beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2014/15 errungen hat.

• Das Buch gibt es für 15 Euro im Museum Schwedenspeicher.