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Die nervigste Baustelle in Stade

Vorarbeiter Johann Schröder hat 40 Jahre Joberfahrung. Er sagt: "Das ist schon eine sehr komplizierte Baustelle" (Foto: bc)
bc. Stade. Dauer-Nerv an der Harburger Straße: Seit etlichen Monaten ist die städtische Einfallstraße - mit Ausnahme weniger Unterbrechungen - ein Nadelöhr. So eng, dass es im Berufsverkehr teilweise zu langen Staus kommt. Auf WOCHENBLATT-Anfrage hat Christoph Born, Chef der Abwasserentsorgung Stade (AES), aber gute Nachrichten parat: „Sofern die Witterung mitspielt, kann die Harburger Straße Ende März wieder beidseitig befahren werden.“ Es sei nicht alles optimal gelaufen auf der Baustelle. Ursprünglich war geplant, die provisorische Ampel, die den Verkehr lenken soll, schon vor Weihnachten wieder abzubauen.
Im Prinzip handelt es sich an der Harburger Straße um zwei Baustellen. In der ersten Jahreshälfte 2016 arbeitete die Stadt an der Brücke über der Eisenbahnstrecke, direkt danach begann die AES mit ihren Arbeiten für den Austausch eines alten Regenwasserkanals auf einer Länge von rund 180 Metern.
Johann Schröder, Vorarbeiter bei der Rohrleitungsbau-Firma „Wähler“, hat fast 40 Jahre Joberfahrung. Er sagt: „Das hier ist wirklich eine komplizierte Baustelle.“ Vor allem aus zwei Gründen.
Zum einen aufgrund der Tiefe. Weil die Höhenverhältnisse auf Höhe des Henry-Dunant-Weges in der Nähe des Finanzamtes so gravierend sind, muss der Kanal in sieben Metern Tiefe liegen. Extrem beschwerlich waren auch die Vortriebsarbeiten, da ständig große Steine im Weg lagen, die aufwendig ausgebuddelt werden mussten. Hinzu kam laut Born, dass die Arbeiten im Winter für sechs Wochen aufgrund der schlechten Witterung ruhen mussten. Erst Mitte Februar konnte es weitergehen.
Wenn Ende März die Ampel von der Harburger Straße verschwindet, heißt das jedoch noch nicht, dass insgesamt die Bauarbeiten fertig sind. Dann geht es auf der anderen Straßenseite weiter.