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"Die Schläferin" - Vorpremiere in Stade

Bei den Dreharbeiten in Stade: Dramaturg Mirko Winkel (li.), Drehbuch-Autor Tim Schramm und Regisseurin Alexandra Gerbaulet

Film über spektakulären "Stückelmord" in der Seminarturnhalle / Frauenhaus stellt sich vor

tp. Stade. Drei Jahre lang recherchierten die drei Berliner Künstler Alex Gerbaulet, Tim Schramm und Mirko Winkel zu den Lebensumständen einer besonderen Stader Bürgerin: Irina S., deren Geschichte im Jahr 2011 als "Stückelmord" durch die Presse ging, nachdem sie ihren Ehemann am Weltfrauentag in der gemeinsamen Wohnung getötet und den Leichnam zerteilt haben soll. Nach Vor-Ort-Recherchen und zahlreichen Gesprächen mit lokalen Persönlichkeiten aus Justiz, Psychologie, Forensik und Opferberatung sowie Dreharbeiten im vergangenen Jahr in Stade, ist unter der Regie von Alex Gerbaulet der 17-minütige Kurzfilm "Die Schläferin", entstanden. Am Freitag, 30. Juni, 20 Uhr, lädt die Stadt Stade zur Vor-Premiere in die Seminarturnhalle, Seminarstraße 7, ein.

Der Film, der in einer Mietwohnung an der Dankersstraße 17 gedreht wurde und für den einige WOCHENBLATT-Exemplare als Requisite dienten, beschäftigt sich jedoch nicht mit der Tat selbst, sondern lenkt den Blick auf die Lebensumstände zweier Frauen: Irina S. und Margit M., der Großmutter der Regisseurin. Die Persönlichkeiten beider Frauen, sind hinter ihren Rollen als Ehe- und Hausfrauen zurückgetreten und sie waren so lange unsichtbar, bis sie selbst zu Täterinnen wurden.

Vor der Präsentation des Films mit anschließendem Gespräch wird die Arbeit des Stader Frauenhauses vorgestellt, das Frauen im Falle von häuslicher Gewalt Hilfe, Beratung und vorübergehend eine geschützte Unterkunft anbietet. 
Die Recherche wurde unterstützt von der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte.
Der Kurzfilm wurde gefördert von der nordmedia, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Landschaftsverband Stade.
Der Eintritt am Premieren-Abend ist frei.