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Dreharbeiten in Stade: Wie eine Zeitreise ins Mittelalter

Die Schaulustigen am Stader Fischmarkt fühlten sich zurückversetzt ins Mittelalter
bc. Stade. Männer, Frauen und Kinder in alten Loden gewandet laufen geschäftig hin und her, Räucherduft wabert durch die Luft, Gänse schnattern, Ziegen meckern, der Fischmarkt ist komplett mit Mulch und Stroh bedeckt, so dreckig wie nie: Etliche Touristen fragten sich am Mittwoch und Donnerstag, ob sie keinen Ausflug nach Stade, sondern eine Zeitreise ins Mittelalter gebucht hatten.

Grund waren die Dreharbeiten für die Historiendoku "Gigant des Nordens", die 2016 im NDR ausgestrahlt wird. Der 90-minütige Film zeigt die Geschichte des Hamburger Hafens. Stade dient als Kulisse für das alte Hamburg, wird aber mit keinem Wort erwähnt.

Aber auch so ist der Besuch der Kölner Produktionsfirma "Gruppe 5" eine Attraktion für die kleine Hansestadt. Etliche Zaungäste beobachteten das Spektakel stundenlang. 120 Komparsen, 60 Klein- und zehn Hauptdarsteller füllten die mittelalterliche Marktszenerie vor der alten Fachwerk-Fassade mit Leben. Hunderte Requisiten, zusammengetragen von Mittelaltervereinen, aus Museen und Privathaushalten, sorgten für eine zeitgemäße Kulisse.

Frank Tinnemeyer, Teamleiter der "Stade Tourismus GmbH" und am Mittwoch selbst Komparse, freut sich über die Kooperation der Gastronomen am Fischmarkt, die während der Dreharbeiten ihre Tische und Stühle auf der Terrasse wegräumen mussten. Auch die Kommunalen Betriebe Stade und die Stadtwerke zogen mit und halfen bei den Aufbau- bzw. Aufräumarbeiten. Tinnemeyer: "Wir wollen Stade als Filmstadt zunehmend ins Gespräch bringen."

Weitere Drehorte sind das Senatorenhaus an der Bungenstraße, das Johanniskloster, die St. Cosmae-Kirche sowie das Schleusenhaus am Holzhafen.