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Drochterser Zentrum bekommt ein neues Gesicht

Oben Wohnungen unten Tristesse - das Gebäude im Ortskern soll saniert werden

Keine weißen Laken mehr / In die Sanierung des Drochterser Ortskerns werden mehr als zwei Millionen Euro investiert


ig. Drochtersen. Die Gemeinde Drochtersen wurde mit dem Sanierungsgebiet "Drochtersen-Ortskern" in das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt und Ortsteilzentren" aufgenommen. "Damit ergeben sich Chancen, öffentliche Maßnahmen in unserer Gemeinde durchzuführen, die sonst nicht möglich wären", freut sich Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. Die Kommune will auch private Eigentümer ermutigen, Baumaßnahmen zu planen. "Zur Verfügung stehen in den nächsten fünf Jahren mehr als zwei Millionen Euro", so der Verwaltungschef. Wieviel Geld Bauherren erwarten können, sei abhängig von der einzelnen Maßnahme.
Über mögliche Maßnahmen will die Gemeinde Bürger am heutigen Mittwoch, 11. Dezember, 19 Uhr, im Kehdinger Bürgerhaus informieren. "Unsere Bürger sollen an der Gestaltung mitwirken." Sicher sei, dass nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können. "Die Mittel der Förderung sind ja begrenzt."
Gegenstand der Förderung sind Instandsetzung und Modernisierung von ortsbildprägenden Gebäuden. "Auch energetische Sanierung", betont Bösch. Hinzu kommen Bau-Maßnahmen für die Wiedernutzung von Grundstücken mit leerstehenden, mindergenutzten Gebieten.
Jörg Funck, Junior-Chef der Holz- und Kunststoffbau Gmbh in Dornbusch, ist Besitzer des Geschäftshauses in der Drochterser Straße 42. In dem Gebäude waren einst eine Gastronomie, später auch Läden angesiedelt. Jetzt hängen im unteren Bereich weiße Laken in den Fenstern, die den Leerstand dokumentieren.
Funck ist gespannt auf die Erörterung - und will schnell loslegen. Ideen für das Gebäude hat er reichlich. Die ursprüngliche Fassade soll erhalten bleiben. Der untere Bereich aber zurückgesetzt werden. So sei eine Überdachung möglich, die Schutz bietet. Im Focus hat er die Ansiedlung kleinerer Läden. "Eine Copy-Shop oder Internet-Cafe. Alles ist möglich." Sein Credo: Das ganze Ensemble wird den Ortskern attraktiver machen. Er hofft, dass die Gemeinde sich nicht verzettelt. "Mal hier, mal dort eine Straßenlaterne." Verzetteln werde sich die Kommune nicht, sagt Hans-Wilhelm Bösch. "Seine Ideen passen voll in das Programm. Prioritäten wird ein Arbeitskreis setzen, den wir auf der Bürgerversammlung ins Leben rufen wollen."