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Ein Stückchen Himmel heiß begehrt

Lydia Helbing-Schweng zeigt am Laptop die Homepage der "Agora Gallery New York", die jetzt ihre von der Natur inspirierten Gemälde (hi.) ins Programm nimmt
 
Lydia Helbing-Schweng mit einigen Gemälden

"Wie ein Lottogewinn": Hobby-Malerin Lydia Helbing-Schweng aus Stade gehört jetzt zur Künstlergemeinde New York

tp. Stade. Die Bilder der Malerin Lydia Helbing-Schweng aus Stade sehen aus, als hätte sie vor ihrem inneren Auge einen rechteckigen Rahmen in den Himmel gesetzt. Als hätte sie die zufällig vorbeiziehenden Federwolken vor azurblauer Tiefe einen kleinen Moment angehalten, die Eindrücke gespeichert und mit nach Hause genommen. Ein Stückchen Himmel aus Acryl auf Leinwand aus den Händen der Hobby-Künstlerin aus Stade: Darauf ist jetzt buchstäblich aus heiterem Himmel eine der renommiertesten Kunstgalerien der US-Metropole New York aufmerksam geworden: die "Agora Gallery New York". Eine Ausstellung ist in Vorbereitung. Die Stader Malerin zähle jetzt zur "New Yorker Künstlergemeinde", teilte ihr die Galerie in einem Schreiben mit.

"Das ist wie ein Lottogewinn", sagt Lydia Helbing-Schweng mit einem strahlenden Lächeln. Denn bislang interessierte sich für ihre abstrakten, zumeist großformatigen Gemälde ein eher kleines, lokales Publikum, das die Bilder vielleicht in der Ausstellung in der Stader Buchhandlung "Thalia" oder im Flur des Landgerichts entdeckte. Sammler aus der Region zahlten bescheidene Liebhaberpreise.

Das dürfte sich jetzt ändern: Die "Agora Gallery" vermarktet Kunstwerke ab 5.000 Euro. Ein kleines Vermögen zahlen Sammler für Werke des Szenestars Fernando Rocha, zu dessen Fans Immobilien-Tycoon Donald Trump sowie Sängerin und Schauspielerin Ashlee Simpson gehören. Auch das Kunst-Wunderkind Aelita Andre (7) aus Australien hat in der "Agora Gallery" im Herzen von Manhattan schon seine abstrakte Malerei ausgestellt und Bilder für rund 200.000 Euro verkauft.

"Ich bin glücklich, jetzt auch diese große Chance zu bekommen", sagt Lydia Helbing-Schweng. Im Sommer waren die "Agora"-Künstler-Scouts bei Internet-Recherchen auf Lydia Helbing-Schweng gestoßen, die seit einiger Zeit Kunstdrucke beim Online-Handel "Kunstkopie" verkauft. Vor wenigen Tagen hat sie bei der "Agora Gallery" einen Vertrag unterzeichnet.

"Wenn das Geschäft gut läuft, muss ich richtig loslegen", sagt Lydia Helbing-Schweng. Denn erst seit zwölf Jahren malt sie ernsthaft und hat in diesem Zeitraum erst eine überschaubare Anzahl von Bildern geschaffen. Einen Drang zur Kunst spürte sie jedoch schon als kleines Mädchen. "Ich wollte immer Klavier spielen, habe aber nie ein Instrument bekommen", sagt sie. Offenbar liegt ein Kreativ-Gen in ihrer Familie: Ihr Urgroßvater war der berühmte Pianist und Beethoven-Interpret Wilhelm Backhaus (†). Ihre ältere Schwester ist professionelle Malerin. In den 1980er Jahren begann auch Lydia Helbing-Schweng, Zeichen- und Malunterricht zu nehmen.

Neben ihrer Berufstätigkeit als Bürokauffrau, Verwaltungsangestellte und Job-Vermittlerin gewann die Kunst einen immer höheren Stellenwert im Leben von Lydia Helbing-Schweng. Mit ihrem Ehemann, einem Fonds-Manager, der ebenfalls malt, sammelte sie auf Kunstreisen durch Frankreich und Italien Impressionen für ihre Malerei. Ein bestimmtes künstlerisches Vorbild hat sie in all den Jahren allerdings nicht gefunden. Ihr größter Impulsgeber sei die Freiheit, sagt Lydia Helbing-Schweng: "Ich kann Enge und Bürokratie nicht ertragen."

Die Online-Vermarktung startet am 1. Dezember. Die Ausstellung ist für Anfang Februar geplant. Für die Vernissage wird Lydia Helbing-Schweng nach New York reisen. "Bis dahin muss ich noch mein Englisch auffrischen", sagt Lydia Helbing-Schweng, die gespannt auf die Resonanz der verwöhnten New Yorker Sammlerszene ist.
http://www.lydia-helbing-schweng.de http://www.kunstkopie.de http://www.agora-gallery.com