Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Eine "lebende Legende": Hans-Heinrich Völkers aus Hollern für ehrenamtliches Engagement geehrt

Hans-Heinrich Völkers (hier mit seiner Frau Hanna) hat sich u.a. für die Windmühle "Venti Amica" und den alten Leuchtturm in Twielenfleth engagiert (Foto: privat)
lt. Lühe. Für ihr großes ehrenamtliches Engagement zeichnete die Samtgemeinde Lühe jüngst insgesamt drei Bürger aus, die sich mehr als andere für die Gemeinschaft einsetzen. "Das Ehrenamt ist Aufgabe. Das Ehrenamt ist Freude. Vor allem aber ist das Ehrenamt Gemeinschaft", sagte Timo Gerke vom Ausschuss für Kultur und Tourismus der Samtgemeinde Lühe.
Er freue sich besonders darüber, zwei Neubürger auszeichnen zu können. Aida Fero arbeitet seit Januar 2016 ehrenamtlich in der Kleiderkammer des Arbeitskreises Asyl. Sie sortiert dort Kleiderspenden und nimmt Kleidung entgegen. Abdulrahman Jemo ist seit den Herbstferien täglich werktags ab 7.20 Uhr bei jedem Wetter als Schülerlotse an der Landesstraße in Hollern-Twielenfleth im Einsatz.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Auszeichnung eines "Urgesteins und eines lebenden Denkmals und einer Legende", so Timo Gerke. Gemeint war Hans-Heinrich Völkers aus Hollern-Twielenfleth, dessen diverse ehrenamtlichen Tätigkeiten sich kaum aufzählen lassen.
Völkers gründete im Februar 1976 mit 96 weiteren Bürgern die Bürgerschaft Twielenfleth und ist nach wie vor ihr Erster Vorsitzender. Gründungsgedanke war damals hauptsächlich die Erhaltung des alten Ortsnamens Twielenfleth. Nach der Zusammenlegung der beiden Gemeinden Hollern und Twielenfleth erhielt die Gemeinde zunächst den Namen Hollern. Seit 1984 heißt die Gemeinde Hollern-Twielenfleth.
Die Bürgerschaft hat es dank Völkers zudem geschafft, das nötige Geld für die Erneuerung des Mühlendaches der "Venti Amica" zusammen zu bekommen und hat den alten Leuchtturm in Twielenfleth vor der Verschrottung gerettet. Heute ist der Leuchtturm das kleinste Schifffahrtsmuseum der Welt.
Hans-Heinrich Völkers engagierte sich auch politisch. Er war Mitglied des Samtgemeinderates und des Gemeinderates Hollern-Twielenfleth. Mehr als zehn Jahre lang war er Zweiter Vorsitzender des Steinkirchener Kulturvereins und ist über die Grenzen des Alten Landes bekannt und beliebt.