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Einsatz für die Gemeinde: Feuerwehren in Lühe rückten 136 Mal aus

Die Jugendfeuerwehr Steinkirchen hat im vergangenen Jahr den NABU-Jugendnaturschutzpreis gewonnen (Foto: archiv)
lt. Lühe. Ohne sie geht nichts - die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute leisten einen unentbehrlichen Einsatz für die Kommunen. In der Samtgemeinde Lühe sind insgesamt 269 Feuerwehrleute in sechs Ortswehren aktiv, die größte Ortswehr gibt es in Hollern-Twielenfleth mit insgesamt 79 Aktiven, davon 13 Frauen. Neuenkirchen ist mit 27 Männern und vier Frauen die kleinste Ortswehr. Die Zahlen wurden kürzlich im Rahmen der Jahreshauptversammlung vorgestellt.
In Lühe gibt es außerdem zwei Kinderfeuerwehren in Hollern-Twielenfleth und Neuenkirchen sowie Jugendfeuerwehren in Hollern-Twielenfleth und Steinkirchen. 18 Betreuer kümmern sich um 42 Kinder und 31 Jugendliche.
Für ein vorbildliches Naturschutz-Projekt hat die Jugendfeuerwehr Steinkirchen im vergangenen Jahr den NABU-Jugendnaturschutzpreis gewonnen. Unter dem Motto "Neuer Lebensraum für Quaks und Co." gestalteten die Jugendlichen gemeinsam mit dem NABU Stade und einigen Anwohnern des Ahornwegs in Steinkirchen ein stark zugewachsenes Regenrückhaltegewässer naturnah um.
Die Aktiven Feuerwehrleute rückten im vergangenen Jahr zu insgesamt 136 Einsätzen aus, davon u.a. 36 technische Hilfeleistungen, neun Bootseinsätze, 14 Feueralarme und 22 Einsätze mit dem Defibrillator.
Feuerwehr Nachrichten
Der spektakulärste Einsatz war wohl der der Ortswehr Hollern-Twielenfleth am 22. Juni 2017. Damals hatte ein Sturm die denkmalgeschützte Windmühle "Venti Amica" in Twielenfleth so stark beschädigt, dass u.a. die mehr als vier Tonnen schwere und sechs Meter lange Welle, an der die knapp 22 Meter langen Windmühlenflügel befestigt sind, aus ihrem Lager gerissen wurde - ein Totalschaden (das WOCHENBLATT berichtete). Die Feuerwehrleute sicherten das Kulturdenkmal bis spät in die Nacht und verhinderten, dass Teile auf umliegende Gebäude stürzten.
In Erinnerung geblieben ist den Feuerwehrleuten aus Guderhandviertel nicht nur die Einweihung ihres neuen Gerätehauses, sondern auch eine Suchaktion nach einem demenzkranken Bewohner des Seniorenheims Bergfried, der nicht aufzufinden war. Am Folgetag tauchte der Vermisste plötzlich wieder auf. Wo er sich aufgehalten hat, ist bis heute ein Rätsel.
Insgesamt hatten es die Feuerwehrleute mit 20 Verletzten und sieben toten Menschen zu tun. Sie retteten 78 Personen und opferten bei Schulungen, Lehrgängen und Einsätzen mehr als 4.000 Stunden ihrer Freizeit für das Allgemeinwohl.