Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Einstimmiges Votum für Naturschutz-Vereinbarung

Die Elbmarsch im Land Kehdingen ist Brut- und Rastplatz von Wildvögeln

Vertrag zwischen dem Landkreis Stade und 80 Landwirten aus dem Land Kehdingen sichert Lebensraum für Wildvögel


tp. Stade/Kehdingen. Auf einen besonderen Naturschutzvertrag im Land Kehdingen haben sich der Kreisbauernverband Stade und die Kreisverwaltung geeinigt. Mit den im Vertrag vereinbarten Richtlinien soll das rund 10.000 Hektar große, international bedeutende Vogelschutzgebiet am Elbufer als Rast- und Brutstätte für Wild-, Nonnengänse und Co. erhalten werden. Da die Bauern die Bestimmungen freiwillig befolgen wollen, verzichtet der Kreis auf die hoheitliche Sicherung der Flächen als Landschafts- oder Naturschutzgebiete.
Der Umweltausschuss des Kreistages hat am Mittwoch dem Vertrag einstimmig zugestimmt. Nun müssen noch die rund 80 betroffenen Landwirte den sechsseitigen Vertrag unterzeichnen. Dazu haben sie bis zum Herbst Zeit.
Kreisbaurat Hans-Hermann Bode erklärte im Ausschuss, das Bundesnaturschutzgesetz erlaube eine vertragliche Regelung mit den Landnutzern zum Schutz der ökologisch wertvollen „Natura 2000“-Gebiete. Voraussetzung sei jedoch, dass damit dauerhaft ein „gleichwertiger Schutz“ wie in einem Natur- oder Landschaftsschutzgebiet erreicht werde. Über Vertrags-Details hatten Bauernverband und Naturschutzbehörde jahrelang verhandelt.
Im Vertrag verpflichten sich die Landwirte unter anderem dazu, die für die Vogelwelt des Elbufers lebenswichtigen Wiesen und Weiden zu erhalten und das Gebiet nicht zusätzlich zu entwässern. Auch der Einsatz von Knallapparaten, mit denen Wildgänse und Enten von Äckern vertrieben werden, wird in der Vereinbarung fortan ausgeschlossen.
• Der Vertrag soll mindestens zehn Jahre gelten.
• In Kehdingen halten sich in der kalten Jahreszeit tageweise rund 80.000 sibirische Weißwangengänse auf.