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Entennest über den Dächern der Stadt

Ostern werden wieder Küken erwartet

Wasservogel nistet seit Jahren auf einer Terrasse in der Salzvorstadt

ig. Stade. Normalerweise brüten sie am Boden, versteckt im hohen Schilf oder Gebüsch. Doch diese Stockente hat sich in Stade einen außergewöhnlichen Ort zum Brüten entschieden: Das Nest liegt in zehn Meter Höhe in einem Pflanzengefäß auf der Terrasse eines Wohnhauses in der Salztorvorstadt am Stadthafen.
Bewohnerin Birgit Reich freut sich über die Treue der Enten-Mama. „Sie nutzt nun zum vierten Mal innerhalb der letzten Jahre ihren Brutplatz bei uns in luftiger Höhe.“ Den Platz habe die Ente immer vorher ausgekundschaftet. Als sie das erste Mal im Blumenkübel saß, war die Staderin doch überrascht. „Sie hat sich aber schnell an das Umfeld gewöhnt. Ich kann mich wie immer auf der Terrasse aufgehalten. Meine Sonnenliege steht genau neben der Ente. Und auch unsere Partygäste haben sie nicht gestört.“
Ihre Angst: Wie kommen die Küken runter? Und macht der Nachwuchs Dreck und Lärm? Schnell stellte sich heraus: Dreck gab es nicht. Und von „Ruhestörung“ konnte keine Rede sein. „Nur das Piepen der Küken und das Rufen der Mutter war zu vernehmen.“
Als alle Küken geschlüpft waren, sei die Mutter am frühen Morgen nach unten geflogen - und hat ihr Küken gerufen. Was für ein Schauspiel! Die ersten zwei frisch geschlüpften Entchen bewegten sich langsam über den Kübelrand, flatterten dann mit den Flügeln, spreizten die Füße wie Fallschirme und landeten sicher auf dem Rasen. Das Rufen der Mutter nach den anderen Entenküken wurde immer lauter. Tierfreundin Reich: „Ich hatte Angst, dass vielleicht ein Raubvogel kommt. Deshalb habe ich vorsichtig eins nach dem anderen den Weg gezeigt und nach unten geschubst.“ Dann erfolgte der "Abmarsch" der Vogelfamilie im Entenmarsch in Richtung Schwinge. „Ich sah sie nicht wieder.“ Reich ist sich sicher: „Das wird sich Ostern, wenn die Küken das Licht der Welt erblicken, genauso wiederholen.“