Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Es gibt in Stade zu wenige Verrückte"

Monique Hübner mit ihrer seltsamen Häkelpuppen-Familie

Sie mag Barbie lieber gruselig: Künstlerin Lunawolf und ihre schaurig-schöne Phantasiewelt


tp. Stade. Ihr Lächeln überstrahlt die Grusel-Miene der seltsamen Puppen und Stofftiere, die sie liebevoll in ihre Arme schließt: Eine schaurig-schöne Phantasiewelt schuf sich Monique Hübner (27) in ihrer kleinen Wohnung in Stade. Die kreative junge Frau sucht Gleichgesinnte.

Stolz zeigt Monique, die sich den Künstlernamen Lunawolf gab, eine bis zur Unkenntlichkeit veränderte Barbie-Puppe, die sie mit bunter Modelliermasse, Farbe und Kunststoffkleber zur weiblichen Batman-Comicfigur Harley Quinn umstylte: Das ist buchstäblich "plastische Chirurgie". Der Trend, kleine Gliederpuppen aus Plastik zu modernen Trickfilm- und Comichelden nach Maga-Manier zu verändern, stammt aus Japan.

Gerne würde Monique einmal an einem großen Manga-Kostümfest (Convention) teilnehmen, doch für das richtige Outfit fehle ihr leider das Geld, bedauert die gelernte Köchin, die als als Betreuungsassistentin in einem Altenheim arbeitet. "Bislang habe ich daher nur eine Perücke."

Auch in der Handarbeit mit Häkelnadel und Wollgarn geht Lunawolf neue Wege: Ihre selbst gemachten Teddys und Puppen sind seltsame kleine Monster mit morbidem Charme.

"Ich mag eben die skurrile Welt", sagt Monique Hübner, die mit ihrer eigenwilligen Vorliebe in der biederen Beamtenstadt Stade allein auf weiter Flur steht: "Hier gibt es einfach zu wenige Verrückte."

Monique malt auch - am liebsten Motive aus dem US-amerikanischen Piratenfilm von Walt Disney Pictures "Fluch der Karibik" mit ihrem Schwarm Johhny Depp.

Wer sich für Moniques Kunst interessiert, nimmt im Internet bei Facebook unter "Lunawolf" Kontakt zu ihr auf. E-Mail: hagrid111@googlemail.com.