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Es ruckelt am Bahnübergang: Gefährliche Löcher klaffen trotz Gleiserneuerung

Ärgert sich über den Zustand des Bahnübergangs in Dollern: Motorradfahrer Frank Trosien
lt. Dollern. Mitdenken erlaubt! möchte wohl so mancher Auto- oder Motorradfahrer denjenigen ins Gesicht schreien, die für die Sanierung des Bahnübergangs in Dollern verantwortlich sind. Dort fanden bereits Ende März dieses Jahres umfangreiche Bauarbeiten statt. Knapp drei Wochen lang war der vielbefahrene Bahnübergang, der als Zufahrt für die Autobahn und ins Alte Land dient, gesperrt.
Doch genau die Stelle mit den tiefsten Schlaglöchern sieht nach dem "Straßenlifting" noch genauso aus wie vorher. Warum ist ausgerechnet dort kein neuer Asphalt, wo er am dringendsten nötig wäre?

Dass die für den Bahnübergang zuständige Deutsche Bahn hier offensichtlich nicht mitgedacht hat, findet auch Frank Trosien. Der Motorradfahrer aus Dollern fährt regelmäßig über die Bahnschienen und ärgert sich jedesmal über die tiefen Schlaglöcher. In seinen Augen stellt der Bahnübergang besonders für Motorradfahrer ein hohes Risiko dar. Abgesehen davon, dass das Fahren durch ein Schlagloch auf einem Zweirad noch unangenehmer als mit einem Auto sei, könnten die Reifen hier besonders leicht Schaden nehmen und womöglich platzen. "Und das ist für Biker bekanntlich lebensgefährlich", so Trosien.

Auch Horneburgs Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede ärgert sich über die Situation. Bei ihm sind in den vergangenen Monaten diverse Beschwerden über den Zustand des Bahnübergangs eingegangen. Er habe sowohl die Bahn als auch den Landkreis auf das Problem hingewiesen und hofft, dass bald etwas passiert. "Das ist wirklich ein Unding", sagt Herwede.

Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis berichtet auf WOCHENBLATT-Nachfrage, dass die Schlaglöcher "kurzfristig innerhalb der kommenden zwei Wochen ausgebessert werden sollen". Grundsätzlich könne man immer nur an einem Gleis arbeiten, da das zweite weiter genutzt werde, so Meyer-Lovis. Die Erneuerung des zweiten Gleises im Bereich Dollern sei im Herbst geplant.
Die Anwort auf die Frage, warum aber die Schlaglöcher nicht schon früher "kurzfristig" ausgebessert werden konnten, bleibt der Bahn-Sprecher dem WOCHENBLATT schuldig.