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Ex-Sparkassenfiliale wird zur ersten Tagespflege in Lühe

Freuen sich über das neue Konzept für die ehemalige Sparkasse in Hollern-Twielenfleth (v. li.): Bürgermeister Timo Gerke, Pastor Uwe Junge, Detlef Pintsch von der Sparkasse, Martin Adebahr sowie Claudia und Ricardo Schmorl (Foto: privat)
lt. Hollern-Twielenfleth. Große Freude in der Lühe-Gemeinde Hollern-Twielenfleth. Nach mehr als einem Jahr der Ungewissheit steht nun fest, dass das ehemalige Sparkassen-Gebäude im Ortszentrum zu einer Tagespflege-Einrichtung umgestaltet wird. Auch ein kleines Service-Center mit Toto-Lotto-Annahmestelle und Schreibwarenbedarf ist Teil des neuen Konzepts. Außerdem bleiben die Geldautomaten in Betrieb.
"Uns war es wichtig, dass der Dorfmittelpunkt erhalten bleibt und etwas entsteht, das die Bürger zusammenhält", sagt Claudia Schmorl von der Tischlerei Schmorl aus Hollern-Twielenfleth. Gemeinsam mit ihrem Mann Ricardo kaufte sie deshalb die Immobilie.
Der Tischlermeister, der den Bedarf für eine Tagespflege-Einrichtung in der Samtgemeinde Lühe erkannte, holte schließlich Immobilienentwickler Martin Adebahr vom Seniorenhaus Horneburg ins Boot. Und der war sofort begeistert von der Idee.
Voraussichtlich bereits zum 1. April 2017 öffnet die Tagespflege mit 16 Plätzen von 8 bis 16 Uhr ihre Türen für Menschen mit Pflegestufe sowie Privatzahler, sagt Adebahr. Die Angehörigen können die Tage frei wählen, an denen die Senioren in der ehemaligen Sparkasse wie in einer Wohngruppe ihren Tag zusammen verbringen.
"In einer großen Küche können die Senioren hauswirtschaftlich tätig werden und beim Essen machen und backen helfen", sagt Adebahr. Außerdem wird zusammen gebastelt und gesungen. Ein Hol- und Bringdienst wird eingerichtet.
Ricardo Schmorl will den Großteil der nötigen Umbaumaßnahmen selbst übernehmen. Geplant ist unter anderem, die Glastür im Eingangsbereich durch eine schmucke Altländer Tür zu ersetzen sowie im hinteren Bereich eine große Terrasse zu bauen. Die Räume im ersten und zweiten Stock könnten optimal als Büros genutzt und vermietet werden, so Claudia Schmorl.
Sie hofft, dass sich bald insbesondere die Menschen in der Dorfmitte wiedertreffen, die in den vergangenen Jahren durch ihre eingeschränkte Mobilität zu oft isoliert in den eigenen vier Wänden ihren Tag verbracht haben.
Hintergrund: Eine Gruppe von Bürgern um Ortsbürgermeister Timo Gerke hat sich seit der Schließung der Sparkassen-Filiale vor rund einem Jahr intensiv damit beschäftigt, was aus dem Gebäude im Ortszentrum werden und wie es weiter für die Dorfgemeinschaft genutzt werden könnte.