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Exot soll Kettensäge zum Opfer fallen

Thomas Kruse vom BUND lässt die städtischen Argumente für eine Fällung nicht gelten
(bc). Die Stadt will in diesem Winter 120 Bäume fällen. Begründung: Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben, die Bäume seien morsch. Den einen grünen Riesen, der der Kettensäge zum Opfer fallen soll, dürfte die große Masse der Stader Bürger kennen: den ca. 30 Meter hohen Mammutbaum auf der Museumsinsel. Muss das sein?, fragt Thomas Kruse vom Umweltverband BUND.

Das städtische Argument, es bestehe aufgrund von sechs gleichhohen Spechtlöchern eine erhöhte Bruchgefahr, lässt Kruse nicht gelten: „Dieser Baum wird hier noch viele Jahre stehen, ohne dass eine Gefahr von ihm ausgeht.“ Der Stamm sei stabil, die Krone biete keine hohe Windangriffsfläche.

Anfang der 1980er Jahre wurde der Exot in Stade gepflanzt. Er ist ein sogenannter Urwelt-Mammutbaum und gilt als lebendes Fossil. Erst 1944 wurden Pflanzen in China wiederentdeckt.

Der BUND durfte im Rahmen einer Begehung bereits seine Sicht der Dinge der Stadtverwaltung und den Kommunalen Betrieben Stade (KBS) mitteilen. Jetzt hofft Kruse, dass die Stadt die Empfehlungen des BUND beherzigt.

Bürgermeisterin Silvia Nieber verspricht auf Anfrage, dass der Mammutbaum in der nächsten Woche nochmals begutachtet werden soll. Die KBS werde eine Prüfung der Holzrestwandstärke vornehmen.