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Faible für Statistik: Stefan Hoops betreibt in Stade seine eigene Wetterstation

Auf dem Dach von Stefan Hoops befinden sich Sensoren, die unter anderem die Luftfeuchtigkeit, die UV- und die Solarstrahlung messen. (Foto: Hoops)
am. Stade. Angefangen hat Stafen Hoops mit einem Außenthermometer an seinem Fensterbrett. Heute steht im Garten des Stader Hobbymeteorologen eine semiprofessionelle Anlage, die er extra aus Amerika hat kommen lassen. Diese misst, wie viel Regen fällt, wie schnell der Wind weht oder wie viele UV-Strahlen am Boden ankommen; 24 Stunden lang, jeden Tag im Jahr. Die Ergebnisse stellt Hoops auf einer Homepage den Menschen in der Region frei zur Verfügung.
Die Wetterseite hat bereits ihre eingeschworene Fan-Gemeinde. Landwirte würden gern auf die Daten des Hobbymeteorologen zurückgreifen aber auch die Universität Bremern habe bereits Winddaten für eine Studie verwendet, so Hoops. Für die Wetterprognose, die für ihn zum guten Service auf seiner Seite gehört, greift er auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes zurück.
Das Wissen über die Meteorologie und die Technik hat er sich über Jahre selbst angeeignet. Seine Anlage hält neben der Windgeschwindigkeit auch Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Intensität, Solarstrahlung und die Regenmenge fest. Die Daten sendet seine Wetterstation per Funk an ein Serverpaar in seinem Haus. Das wiederum sorgt dafür, dass die Daten über einen weiteren Server ins Internet gelangen. "Man muss schon einen Faible für Statistik haben", sagt Hoops. "Die meiste Zeit verbringe ich nicht an der Wetterstation selber, sondern mit der Aufarbeitung und Bereitstellung der Daten."
Und auch die Rechner benötigen Pflege, damit die Daten ohne Unterbrechung online gestellt werden können. Seit 2008 kann Hoops auf eine Datenverfügbarkeit von 99 Prozent zurückblicken. "Es gibt viele Hobbymeteorologen in der Region, aber kaum einer schafft es, durchgehend Daten zu liefern", sagt er nicht ganz ohne Stolz.