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Fastenzeit: „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“

Unter dem Motto "Zeig dich" steht die Fastenzeit 2018 (Foto: Fotolia: Daniel Coulmann)
(lt). „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“: Unter dieses Motto hat die Evangelische Kirche die Fastenzeit 2018 gestellt, die wie immer von Aschermittwoch bis Ostersonntag dauert. Und dabei geht es um viel mehr als um den bereits jedes Jahr von Millionen Menschen praktizierten Verzicht auf Süßes, Zigaretten oder Alkohol.
"Die Aktion legt nahe, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen und auch einmal für andere etwas zu riskieren", sagt Stades Superintendent Dr. Thomas Kück. Er selbst wolle versuchen, in den kommenden Wochen verschärft darauf zu achten und auch für sich selbst bewusst einmal etwas anders zu machen als üblich.
Kück hat sich deshalb fürs Intervallfasten entschieden. Dabei gehe es nicht in erster Linie ums Abnehmen, sondern um einen bewussten Umgang mit Körper, Seele und Ernährung. So kann man zwischen täglichen Essenspausen oder ganzen Fastentagen wählen - zum Beispiel 16 Stunden während der Nacht pausieren, eine Mahlzeit am Tag ausfallen lassen oder fünf Tage in der Woche normal essen und zwei Tage lang gar nichts.
"Ich merke dabei auch, wie gut es tut, mal auf etwas zu verzichten", sagt der Superintendent, der regelmäßig kleine geistliche Übungen in Form von Gebeten, Liedern oder Texten aus der Bibel in sein "Programm" integriert. Er freue sich, dass immer mehr Menschen sich in irgendeiner Form an der Aktion "Sieben Wochen ohne" beteiligen.
Übrigens: Die Tradition des Fastens ist nicht neu. Die mittelalterlichen Fastenregeln erlaubten nur eine Mahlzeit am Tag, in der Regel am Abend. Der Verzehr von Fleisch, Milchprodukten, Alkohol und Eiern war verboten. Darauf geht die Tradition zurück, in den Fastnachtstagen Backwerk mit Zutaten wie Milch, Eiern, Zucker oder Schmalz herzustellen, wie etwa Krapfen, um solche Vorräte vor der Fastenzeit aufzubrauchen.
Die Fastenaktion „Sieben Wochen Ohne“ der Evangelischen Kirche hat sich 1983 aus einer Stammtischidee des Hamburger Pressepastors Hinrich Westphal entwickelt.
Grundsätzlich sollte man sich gut informieren, bevor man mit dem Fasten anfängt und am Besten auch den Hausarzt konsultieren.
www.7wochenohne.evangelisch.de

Moment mal
Mehr Selbstbewusstsein zeigen - so verstehe ich das Motto der Fastenaktion. Und vor allem: keine Angst davor zu haben, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch zu verteidigen.
So wie die Geschwister Hans und Sophie Scholl, deren Hinrichtung sich in diesen Tagen zum 75. Mal jährt. Sie starben, weil sie zum Widerstand gegen das NS-Regime aufgerufen hatten. Ihre Namen stehen noch immer für den Kampf gegen Ungerechtigkeit und für die Demokratie und für Menschlichkeit. Es ist gleichzeitig eine Mahnung für uns alle, dafür einzustehen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Lena Stehr