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Feuerwehr in Stade: So viele Einsätze wie noch nie

Drei Generationen Feuerwehr: Henry Köpcke (Mi.) mit Tochter Martina Köpcke-Lausch und Enkel Philipp Lausch (Foto: Feuerwehr Stade)
bc. Stade. Die 148 aktiven Kameraden der Stader Feuerwehr (Altersschnitt: 36,9 Jahre), darunter 20 Frauen, hatten im vergangenen Jahr richtig viel zu tun. Erstmals mussten sie mehr als 200 Feuer löschen, wie Ortsbrandmeister Stephan Woitera auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr am vergangenen Freitag mitteilte. Exakt waren es 202 Einsätze mit 5.322 eingesetzten Feuerwehrkräften, die 6.459 Stunden ableisteten: „Das ist Rekord“, sagte Woitera. Die bisherige Höchstmarke lag bei 182 Einsätzen aus dem
Jahr 2003.
Der sprunghafte Anstieg liegt vor allem an der gestiegenen Zahl von Kleinbränden (von 64 auf 101). Auch die Anzahl der Fehlalarme durch ausgelöste Brandmeldeanlagen wuchs erneut an - von 37 auf 45. Gut in Erinnerung sind noch zwei Großbrände auf ein und demselben landwirtschaftlichen Anwesen an der Schölischer Straße: Im April brannte dort ein Stall ab, ein halbes Jahr später brannten rund 199 Rundballen.
Die gesamte Schadensumme in 2016 bezifferte Woitera auf 886.300 Euro: „Dem gegenüber konnten wir aber Sachwerte von geschätzten 16.937.000 Euro erhalten. Eine imposante Zahl.“
Hinzu kamen in 2016 327 Hilfeleistungen, so dass die Feuerwehr insgesamt 529 Einsätze verzeichnete. Woitera: „Diese Zahl ist bemerkenswert, hatten wir im vergangenen Jahr doch keine Starkregen-, Hochwasser- oder andere Unwetter-Ereignisse.“
Ein herausragendes Jahr sei es aber auch deswegen gewesen, da nach gut 20-monatiger Bauzeit und mehrjähriger Planung das neue Feuerwehrhaus für den Zug II in Stade‐Riensförde offiziell übergeben werden konnte. „Ein wichtiger Meilenstein für die weitere Zukunft und Entwicklung unserer Feuerwehr“, betonte Woitera.
In seinem Jahresbericht erwähnte er zudem die im Dezember 2015 gegründete Kinderfeuerwehr, die derzeit 15 Mitglieder hat: „Das Projekt hat 2016 rasant Fahrt aufgenommen.“
Ferner sagte Woitera zur Mitgliedersituation, dass „die Stader Kameraden seit 2010 stetig altern“. Diesen Trend gelte es umzukehren, beispielsweise mit Hilfe der Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr 30. Geburtstag feiern werde. Woitera: „Bis zum heutigen Tag sind 54 ehemalige Jugendfeuerwehrleute bei uns in der Wehr aktiv.“
• Marina Brusberg wechselt nach 40 Jahren - sie war 1976 die erste Frau in der Ortsfeuerwehr Stade - in die Altersabteilung.
• Auch in diesem Jahr haben es einige Feuerwehrkameraden geschafft, die magische Zahl von 1.000 gefahrenen Einsätzen zu erreichen. Christian Koffinke, Sebastian Schellin, Christoph Sonder, Stefan Tietje und Lennart Tümmler wurden geehrt.