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Flüchtlingshilfe: Spenden ja, aber keinen Müll

Die Helfer Renate Becker und Jens Ahrens sortieren Geschirr in die Regale
bc. Stade. Es ist relativ still geworden um das Thema Flüchtlinge, viel weniger Menschen schaffen es nach Deutschland als noch vor einigen Monaten. Auch in der Spendenhalle im ehemaligen Technikmuseum an der Freiburger Straße 60 ist es etwas ruhiger geworden, trotzdem stehen an Hochtagen immer noch bis zu 60 Asylbewerber in der Schlange. Kleidung wird nach wie vor gebraucht, mehr und mehr suchen die Menschen aber auch funktionsfähige Küchengeräte und Möbel für ihre kleinen Wohnungen.

Mittlerweile sind bis auf die Unterbringung der minderjährigen, elternlosen Flüchtlinge alle anderen Schutzsuchenden nicht mehr in den großen Gemeinschaftsunterkünften, sondern in Wohnungen untergebracht. Dementsprechend verändern sich auch die Bedürfnisse. Vom Toaster übers Bügeleisen bis zum Wasserkocher wird alles benötigt. Eine genaue Liste, was aktuell an Spenden gebraucht wird, finden Spendenwillige laufend aktualisiert auf der Homepage der Stader Stadtkirchen unter www.stadtkirchen-stade.de. Der Kirchenkreis Stade betreibt gemeinsam mit der Hansestadt Stade und vielen ehrenamtlichen Helfern die Sachspendensammelstelle für Flüchtlinge und Asylbewerber, die im Januar von der Bremervörder Straße ins Ex-Technikmuseum gezogen ist.

„Aufgrund unserer geringen Lagerkapazitäten bitten wir die Spender, wirklich nur noch Dinge zur Sammelstelle zu bringen, die tatsächlich noch benötigt werden“, sagt Karin Fischer vom St. Cosmae-Kirchenvorstand. Was gar nicht benötigt werde, seien defekte, schmutzige und zerschlissene Dinge jeglicher Art, die die Flüchtlingshelfer teuer entsorgen müssen. Immer wieder kommt es vor, dass Bekleidung aus der Mottenkiste gespendet wird, die teilweise jahrelang auf dem Dachboden oder im Keller gelagert wurde. Fischer: „Teilweise handelt es sich um regelrechten Müll.“ Einen Annahmestopp gebe auch auch für Winterbekleidung, Herrenkleidung in XXL und Damenbekleidung ab Größe 48.

Ein guter Maßstab bei der Beantwortung der Frage, ob Sachen für die Spendenhalle geeignet seien oder nicht sei die Frage, ob man die Gegenstände auch einem Nachbarn schenken und persönlich übergeben würde, so Fischer.

• Öffnungszeiten:
Zum Abgeben der Spenden ist die Halle an der Freiburger Straße 60 samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Für die Ausgabe sind dienstags von 16 bis 18 Uhr, mittwochs von 17 bis 20 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr Helfer vor Ort.