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Für die einen wird es ein Fußballfest - die anderen müssen arbeiten

In der Polizeiwache in Stade steht ein Fernseher. Damit sehen die Beamten das Endspiel.
at. Landkreis. Deutschland spielt im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien: Für viele ein Festtag, andere müssen arbeiten. Während sich Fußballfans in den Landkreisen Stade und Harburg auf eine Party vorbereiten, sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Alarmbereitschaft. Dem WOCHENBLATT verrieten sie, wie sie trotzdem mit fiebern.
Im Pausenraum der Polizeiwache in Stade hängt ein großer Fernseher: Wer nicht zum Einsatz muss oder Streife fährt, kann dort das Spiel sehen. Trotzdem: "Für Sonntag planen wir mit mehr Personal, wir wollen Präsenz zeigen", sagt Polizeisprecher Herbert Kreykenbohm. Besonders Public Viewing-Veranstaltungen stehen unter Beobachtung. Die Polizisten, die während des Spiels unterwegs sind, nutzen das Radio oder das Smartphone. Allerdings ist auf die Kollegen in der Wache verlass: "Wenn ein Tor fällt, gibt es einen Hinweis über Funk", sagt Kreykenbohm.
Die Freiwilige Feuerwehr in Stade macht das Beste aus dem Finale: Die Ehrenamtlichen treffen sich in der Feuerwache zum Grillabend. Die ganze Familie ist dabei, so Pressesprecher Stefan Braun. "Das Beste ist, der Einsatzwagen steht gleich nebenan, wir starten schneller, als wenn wir erst von Zuhause kommen müssten", sagt Braun mit einem Lachen. Die Freiwillige Feuerwehr in Buchholz feiert dagegen lieber im privaten Rahmen. "Wenn etwas passiert, fahren wir los", sagt Stadtbrandmeister Carsten Cohrs. Dann ist Fußball Nebensache.
Der Rettungsdienst im Landkreis Harburg hofft dagegen auf ein paar glückliche Minuten, in denen die Ehrenamtlichen das Spiel sehen können. 21 Veranstaltungen begleiten die Einsatzkräfte am Wochenende. "Es sind viele, die begeistert Fußball gucken, und versuchen, sich das einzurichten", sagt Kreisbereitschaftsleiter Jan Bauer. Dennoch: Das Interesse für das Endspiel steht im Dienst nicht im Vordergrund.