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Gästeführer im Frühlingsstress

Ein Muss bei jeder Stade-Führung: die Besichtigung der Skulptur "Fischfrau" (hi. re.). Diese Reisegruppe wurde von Gästeführerin Dagman Papenthien (re. in Tracht) betreut
Täglich ein Dutzend Reisebusse in Stade / Viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen
tp. Stade. Zu Ostern klagten die Verantwortlichen wegen Schneematsch und Minusgraden noch über eine Urlauberflaute in der Reisestadt Stade (das WOCHENBLATT berichtete), jetzt herrscht hektische Betriebsamkeit in den Altstadtgassen und bei der Tourist-Info am Hafen. Rund 40 Gästeführer stecken voll im Frühlingsstress.
Laut dem Teamleiter der Stade Tourismus-Gesellschaft, Frank Tinnemeyer, suchen derzeit stündlich 50 bis 60 Ratsuchende die Tourist-Info auf. Viele buchen spontan eine Gästeführung, etwa die Besteigung des frisch renovierten Kirchturms St. Cosmae oder eine Themenführung "Festung wird Park" oder die "Schweden-Erlebnisführung". "Viele Angebote sind ausgebucht", so Tinnemeyer. Auch die Stader Hotels und der Wohnmobilstellplatz beim "Stadeum" seien gut belegt.
In ihrer wallenden Tracht mit langem Rock und dicker Schürze schwitzte kürzlich Gästeführerin Dagmar Papenthien. Im Schlepptau hatte sie eine Busreisegruppe des Deutschen Campingclubs um einen Reiseleiter aus Euskirchen im südlichen Rheinland, Nordrhein-Westfalen. Die Teilnehmer staunten über die schmucken Altstadtfassaden der Kaufmannshäuser und hörte eine Anekdote über die markante Skulptur "Fischfrau" am Hafen. Nach einem Mittagessen in einem Restaurant in der City zog es die unternehmungslustigen Senioren mit dem Bus ins Alte Land, wo die Kirsch- und Apfelbäume in voller Blüte stehen.
Laut Frank Tinnemeyer stammen traditionell die meisten Stade-Touristen "aus NRW". Seit Beginn des diesjährigen Fremdenverkehrsbooms kamen aber auch schon Ausflügler aus Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.
An den beiden vergangenen Wochenenden steuerten täglich ein Dutzend Reisebusse die Hansestadt Stade an. An Wochentagen sind es etwa die Hälfte.