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Gästeführerin Cornelia Klenkies aus Stade wird mit Drei-Sternen ausgezeichnet

Cornelia Kenklies liebt den Fischmarkt, die Büttelsbrücke und die Insel mit dem Freilichtmuseum (Foto: am)
(am). Seit dreißig Jahren ist Cornelia Kenklies Gästeführerin in Stade. Sie war mit dabei, als 1980 das damalige Fremdenverkehrsamt die ersten ihrer Zunft ausbildete und sie war 1981 die erste in Stade, die die Besucher in Altländer Festtagstracht empfing. Und schon immer hat es sie geärgert, dass es für Gästeführer in Deutschland keine offizielle Anerkennung gibt. Deswegen hat sie sich sehr über das Zertifikat des Bundesverbandes der Gästeführer Deutschland (BVGD) gefreut, das seit einigen Jahren existiert.
"Wir sind an Sonn- und Feiertagen einsatzbereit, bei Kälte oder strömendem Regen", sagt die lang gediente Gästeführerin, "aber die Anerkennung unseres Berufsstandes fehlt." In anderen Ländern würden Gästeführer eine dreijährige Ausbildung absolvieren und danach ein Papier in der Hand halten.
Jetzt hat sie gemeinsam mit 16 weiteren Fremdenführern aus der Metropolregion Hamburg an dem Zertifizierungsprogramm des Verbandes teilgenommen. Sie hat sich zwei Jahre lang auf die Prüfung vorbereitet und insgesamt 600 Stunden absolviert. Nach einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung und einer achtstündigen Prüfungsführung hat sie das Drei-Sterne-Zertifkat des BVGD erhalten. Für Cornelia Kenklies war es auch eine Art Selbstüberprüfung. "Es war für mich wichtig, herauszufinden, wie kompetent ich bin und wo ich im Vergleich mit anderen stehe." Neben Fähigkeiten zur Rhetorik, Didaktik und Zeitmanagement musste sie auch tief gehendes Fachwissen zur Geschichte, Entstehung der Landschaft sowie zu Deichbau, Architektur oder der Hanse unter Beweis stellen. Jetzt ist sie stolz über die Auszeichnung und die offizielle Bescheinigung. Und ans Aufhören denkt die 60-Jährige noch lange nicht.