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Garten als Mutmacher in Stade

Stolz auf den Garten: die Teilnehmer und Jugenddorf-Mitarbeiter um Standortleiterin Susanne Wilkens (Mitte vorn mit Gießkanne) tp (Foto: tp)

Das Schönste ist die Ernte: Vorzeige-Projekt beim Christlichen Jugenddorf als Qualifizierung für den Berufseinstieg

tp. Stade. Säen, gießen, düngen - und das Schönste zum Schluss: die Ernte als Lohn für die Mühen auf den Beeten und im Gewächshaus. Stolz, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen spendete die Aktion "Offener Garten der Bewegung" des Christlichen Jugenddorfs (CJD) an der Altländer Straße in Stade.

Zwei Dutzend Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 25 Jahren durchliefen das Vorzeige-Programm zur Berufsvorbereitung für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. In den vergangen elf Monaten entstanden auf einer ehemaligen grasbewachsenen Brache nahe des Holzhafens ein blühendes Kleinod. Es duftet nach Blumen, Kräutern, Obst und frischem Gemüse, das schon zu leckeren Speisen verarbeitet wurde.

Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt ist nicht nur etwas für angehende Gärtner: Teilnehmer Nico Seidlitz (19), der einen Hauptschulabschluss hat, lernte beim Bau des Gewächshauses erste Handgriffe in der Metallverarbeitung. Im CJD in Bremervörde erlernt er ab September den Beruf des Fachpraktikers Metallbau.

Auch nach Ablauf des Lehrganges sind Besucher im "Offenen Garten der Begegnung", der am Freitag mit einem Fest der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, willkommen. Laut der Stader Einrichtungsleiterin Susanne Wilkens gibt es bereits zwei tierische Stammgäste: eine kleine Wühlmaus, die sich an den Gemüsewurzeln zu schaffen macht, und ein grünfüßiges Teichhuhn, das die Beete nach Essbarem durchsucht.