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Greenpeace protestiert mit rauchendem Kühlturm gegen Kohlekraftwerk in Stade

Greenpeace-Aktivisten protestierten in der Stader Altstadt gegen den Bau des geplanten Kohlekraftwerks
lt. Stade. Ein rauchender Kühlturm zog am Dienstag die Blicke der Passanten in der Stader Altstadt auf sich. Mit dem rund vier Meter hohen Modell protestierten Greenpeace-Aktivisten gegen den vom Chemieokonzern Dow geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Stade (das WOCHENBLATT berichtete).
Anlass für die Aktion ist die Auslegung des geänderten Bebauungsplans für das Kraftwerk. Die Unterlagen können noch bis zum 21. Januar 2014 im Stader Rathaus eingesehen werden. Bis dahin sind auch Einwendungen von Bürgern möglich.
"Der Neubau von Kohlekraftwerken ist nicht mehr zeitgemäß", sagt Greenpeace-Sprecher Holger Becker. Bei der Verbrennung von Kohle würden große Mengen giftiger Stoffe freigesetzt, die Atemwegserkrankungen verursachen und das Krebsrisiko erhöhen.
Ein modernes Gas- und Dampfkraftwerk dagegen stoße deutlich weniger Schadstoffe und nur knapp die Hälfte an Kohlendioxid aus, so Becker. So ein Kraftwerk wäre auch in Stade möglich.
Das von Dow geplante Kraftwerk ist Bestandteil des neuen integrierten Energiekonzeptes mit einer Strom- und Dampferzeugung aus Kohle, Gas, Wasserstoff und Biomasse. Es gilt als innovativ, da es durch die Nutzung des Dampfes einen Wirkungsgrad von 60 Prozent erreicht. Der Wirkungsgrad herkömmlicher neuer Kohlekraftwerke liegt bei 40 bis 45 Prozent.
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