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Grüner Riese ist (fast) kerngesund

Baumgutachter Werner Meincke setzt die Sensoren an (Foto: Hansestadt Stade)
bc. Stade. Wie gesund ist die berühmte 160 Jahre alte Kastanie hinter dem Stader Rathaus? Der Frage ist kürzlich die Abteilung Planung und Umwelt im Rathaus nachgegangen. Dabei kam auch Hightech zum Einsatz. Das Ergebnis: Der grüne Riese ist trotz einiger altersbedingter Blessuren kerngesund.
Mit Hilfe eines Schalltomographen überprüfte Baumgutachter Werner Meincke die Holzfestigkeit im Stamminneren. Dafür brachte er an zwölf Messpunkten Sensoren an. Durch leichtes Klopfen mit einem elektronischen Hammer auf jeden einzelnen Messpunkt erzeugte Werner Meincke hochpräzise Signale, die als Schallgeschwindigkeit im Laptop erfasst und berechnet wurden. Zur Erklärung: Schallwellen nehmen einen längeren Weg im Stamm, wenn sich zwischen Klopfpunkt und Sensor morsches Holz oder Fäule befindet.
Bis auf ein paar alte Schnittwunden und punktuell einigen morschen Stellen ist die Kastanie aber in einem guten Zustand. Etwa alle drei Jahre lässt das Rathaus die Baumkrone der Kastanie für knapp 1.000 Euro schneiden und gegebenenfalls mit Seilen an der Krone sichern. Die Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr im Boden unter der Kastanie soll 2017 verbessert werden.
Die letzte Tomographie-Untersuchung liegt acht Jahre zurück.