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Hausaufgaben für die Stader Stadtverwaltung

Machen viele Radfahrer an der Unterführung Bahnhofstraße nicht, obwohl sie es eigentlich müssten: absteigen! Uwe Kowald (v.li.), Knut Friese, Max Prigge, Erwin Schlüter und Wilfried Vagts weisen daraufhin (Foto: bc)
bc. Stade. In Sachen Barrierefreiheit hat die Hansestadt Stade offenbar noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Beim vierten Bürgerdialog der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreies Stade“ am vergangenen Samstag in der Holstraße konnten Passanten Missstände mitteilen. Herausgekommen ist eine lange Mängelliste, die die AG nun an Politik und Verwaltung weitergeben möchte.
So müsste der Fußgängerübergang Bahnhofstraße/ Neubourgstraße für Menschen mit Sehbehinderung ausgebaut werden, ebenso fehlt ein Leitstreifen zum neuen Kreishaus. Die Fugen des Altstadtpflasters müssten ausgegossen werden, die behindertengerechten Fußwege sollten von Tischen, Stühlen, Werbetafeln und parkenden Auto freigehalten werden. Besonders betroffen sind davon der Fischmarkt, die Salzstraße und der Fußweg Hinterm Hagedorn.
Gefährlich für Rollstuhlfahrer ist auch die Abfahrt zur Unterführung an der Bahnhofstraße, wenn Radfahrer hier hinunter rasen. Eigentlich müssen Radfahrer absteigen. Beim Ortstermin am Samstag waren jedoch mehrere Unbelehrbare zu beobachten. „Ein Verbot reicht leider nicht aus. Man muss es auch mal kontrollieren“, sagt Rollstuhlfahrer Max Prigge.
„Nicht zuletzt müssten mehr bezahlbare, barrierefreie und auch betreute Wohnungen in der Innenstadt geschaffen werden“, so Wilfried Vagts vom Seniorenrat. Die AG „Barrierefreies Stade“ hat sich vor drei Jahren gegründet. Ihr gehören mehrere Vereine und Institutionen an.