Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Historische Säge als neue Attraktion für das Bäuerliche Hauswesen

Jens Wilke, Axel Engelmann, Ewald Ulrich und Rainer Kröger (v.li.) vom Verein Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf zeigen das Schild der Zimmerei Oellrich aus Himmelpforten. Es soll an der Scheune montiert werden, in der die historische Säge wieder aufgebaut wird
lt. Horneburg. Geschichte zum Anschauen und Anfassen bietet der Verein Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf seinen Besuchern am Kirchweg nun schon seit gut 15 Jahren an und es kommen immer neue Sehenswürdigkeiten dazu. Derzeit ist eine Projektgruppe damit beschäftigt, einen ehemaligen Zimmereibetrieb mit historischer Säge wieder aufzubauen.
Auf einem Areal nahe des Hallenhauses entsteht das Fundament für das knapp 5 Tonnen schwere so genannte Hochleistungs-Horizontalgatter Typ "Roland". Die Anlage der Maschinenfabrik für Säge- und Holzbearbeitungsmaschinen der Gebr. Wehrhahn aus Delmenhorst war bis 1985 im Zimmereibetrieb Oellrich in Himmelpforten im Einsatz.
"Die Nachkommen der Zimmerei, Familie Paulsen, haben uns die Säge freundlicherweise überlassen", freut sich der Vereinsvorsitzende Rainer Kröger. Er hat den "fähigsten Männern" die Projektleitung für den Wiederaufbau der Gattersäge übertragen.
Architekt Ewald Ulrich und Maschinenbautechniker Axel Engelmann haben den Abbau des rund 100 Jahre alten Horizontalgatters genau dokumentiert. Voraussichtlich im Lauf des kommenden Jahres sollen die vielen Einzelteile in einem Holzgebäude auf dem Vereinsareal wieder zusammengesetzt werden. Seit knapp zehn Jahren lagern sie in einer Scheune von Landwirt Rudolf Löhden in Daudieck.
"Noch kann man sich wenig darunter vorstellen", sagt Axel Engelmann, der genau wie alle anderen Vereinsmitglieder gerne seine Freizeit für das Bäuerliche Hauswesen opfert. "Doch unsere Besucher können schon bald zuschauen, wie früher ganze Baumstämme mit dieser historischen Säge zu Kleinholz verarbeitet wurden."

Zur näheren Beschreibung der Säge heißt es auf der Homepage des Bäuerlichen Hauswesens: "Das auf schwerer Fundamentplatte montierte Gatter ist ein komplettes, freistehendes, eisernes über Transmission durch Riemen angetriebenes Horizontalgatter von 900 Millimeter Stammdurchgang zwischen den Führungen. Mit verstellbarem Vorschub während des Ganges und schnellem Rücklauf des Wagens während des Stillstandes kann das Gatter bedient werden. Der Gatterwagen lässt eine Schnittlänge von acht Metern zu. Die Gleisanlage ist 16 Meter lang."