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Hoher logistischer Aufwand

Stadtjugendpflegerin Christine Boge vor dem Alten Schlachthof

Alter Schlachthof: Sanierung läuft auf Hochtouren / Kindertagesstätte zieht um

tp. Stade. "Ich hoffe sehr, dass wir im kommenden Frühjahr das Gebäude wieder nutzen können", sagt Stadtjugendpflegerin Christine Boge (45) und blickt auf die von einem Baugerüst umgebene Jugendfreizeitstätte Alter Schlachthof an der Freiburger Straße in Stade. Wie berichtet, sind weite Teile des 1895 errichteten Gebäudes gesperrt, nachdem im vergangenen Jahr bekannt geworden war, dass das Dach einsturzgefährdet ist.
Die Stadt erwog zunächst einen Neubau, entschied sich dann aber für eine 1,2 Millionen Euro teure Sanierung des 1978 eröffneten Traditions-Freizeittreffs mit Veranstaltungsraum und angegliederter Kindertagesstätte. Weitere 300.000 Euro investiert die Stadt in Instandhaltungsmaßnahmen.
Nun bevölkern Bauarbeiter den Alten Schlachthof. Die Räume sind verstaubt, Mauern wurden durchbrochen, Kabel hängen von der Decke. Bis April 2014 sollen die aus mehreren Teilen bestehende Dachkonstruktion durch ein Pultdach sowie das marode Mauerwerk ersetzt werden. Die Bühne wird verlegt. An ihre Stelle rückt der neue Eingang mit Fensteröffnungen. Durch Abbruch einer Mauer wurde der Saal auf 230 Quadratmetern erweitert und bietet nun Platz für mehr als 400 Besucher. Zudem bekommt der Alte Schlachthof eine neue Garderobe, Töpferei, Cafeteria einen Technik- und Backstagebereich und im Obergeschoss einen Band-Proberaum. Die Empore, von der Zuschauer früher auf die Bühne blicken konnten, wird abgerissen. Es führt nämlich nur ein Treppenaufgang nach oben, was aus Sicherheitsgründen inzwischen verboten ist.
Die Sanierung zieht laut Christine Boge einen "hohen logistischen Aufwand" nach sich. Regelmäßige Veranstaltungen wie die "Kiddy-Disco" wurden in das Haus der Lebenshilfe, Am Hohen Felde, verlegt, Möbel in der Halle der Kommunalen Betriebe Stade (KBS) gelagert, Ferienspaß-Aktionen und Kurse auf Grundschulen im Stadtgebiet verteilt. Wegen der Fassadensanierung der Kindertagesstätte ziehen 39 Mädchen und Jungen der Elementar- und Krippengruppe nach der Ferien-Schließzeit ab Mittwoch, 24. Juli, für rund ein Vierteljahr in das KBS-Gebäude, Auf der Koppel 6.