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Industrie- und Handelskammer Stade stellt eine Ausbildungs-Übersichtskarte vor

Präsentieren die Ausbildungs-Schatzkarte (v. li.): IHK-Präsident Thomas Windgassen, Bildungslotsin Nicole Martín y Troyano, Dirk Immken, Leiter des Prüfungswesens und IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt (Foto: am)
am. Stade. In zehn Jahren werden in Deutschland 120.000 weniger Menschen als heute einen Ausbildungsabschluss machen. Das ist auf die geburtenschwachen Jahrgänge zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade eine Grafik über die Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen im Elbe-Weser-Dreieck erstellt.
"Die Betriebe, die nicht ausbilden und ihre Azubis an sich binden, werden in Zukunft große Probleme bekommen", prognostiziert IHK-Präsident Thomas Windgassen. Deswegen sei es wichtig, einerseits die Ausbildungsbetriebe zu unterstützen und andererseits die Berufsschulen zu erhalten. Mit der grafischen Darstellung habe die IHK eine Grundlage für die Lobby-Arbeit mit der Politik erstellt.
Rund 20 Karten verdeutlichen auf einen Blick, wo es am meisten Ausbildungsbetriebe gibt und welche Branchen dominieren. Rund 78 Prozent der Auszubildenden lernen in mittelständischen Betrieben. Jeder dritte Lehrling in der Region kommt aus der Handelsbranche. In Stade ist die Chemiebranche überdurchschnittlich stark vertreten.
Bei den Ausbildungsplätzen schneidet die Stadt Stade im regionalen Vergleich gut ab. Von insgesamt 5.891 Lehrlingen im Elbe-Weser-Raum werden mehr als 1.000 in der Hansestadt ausgebildet. Im gesamten Landkreis Stade sind es rund 1.800.
Bei der Betrachtung der Berufsschulen stellt sich heraus, dass viele junge Menschen weite Wege auf sich nehmen, um zu ihrer Bildungseinrichtung zu gelangen. "Für Lehrlinge unter 18 Jahren kann das ein großes Problem sein, da die Infrastruktur in der Regel nicht gut ausgebaut ist", sagt Windgassen. Aus dem Landkreis Stade fahren Schüler nach Cuxhaven, Cadenberge aber auch vereinzelt nach Zeven oder Rotenburg (Wümme). Umgekehrt kommen aus diesen Landkreisen auch zahlreiche Schüler nach Stade und Buxtehude zur Berufsschule.