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Jugendamt hilft knapp 500 Familien in der Krise

lt. Stade. Das Jugendamt des Landkreises Stade hat im vergangenen Jahr insgesamt 495 Eltern und deren Kinder in einer Krise unterstützt. Die Themenpalette, um die sich das Jugendamt kümmert, ist breit: ratlose Eltern, Kinder, die sich auffällig verhalten, Gewalt, Alkohol- und Drogensucht oder auch Trennung und Scheidung der Eltern spielen eine Rolle.
Für viele stelle der Gang zum Jugendamt aber immer noch eine enorme Hemmschwelle dar, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. Entweder falle es ihnen schwer, sich einzugestehen, dass sie mit der Erziehung überfordert seien oder sie hätten sogar Angst, dass ihnen die Kinder weggenommen werden könnten.
„Diese Angst ist unbegründet", sagt Jugendamtsleiter Günter Hagenah. Der Kontakt zum Jugendamt sei oft bereits der erste Schritt zur Lösung. Zusammen mit den Familien sollen Wege aus Problem- und Krisensituationen gefunden werden, so Hagenah. Sozialpädagogen würden dafür direkt in die Familien gehen und wertvolle Tipps geben.
Ziel des Jugendamtes sei es zudem, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Familie und im vertrauten Umfeld bleiben können. Erst wenn es keinen anderen Weg gebe, würden Hilfen außerhalb der Familie bei Pflegeeltern, in Einrichtungen oder Wohngruppen gewährt. "Um die Kinder zu schützen und ihnen bessere Chancen zu geben, im Leben Fuß zu fassen“, so Hagenah.
Insgesamt leben im Landkreis Stade derzeit 120 Kinder und Jugendliche in vom Jugendamt vermittelten Pflegefamilien. 122 leben in einer Einrichtung oder einer anderen betreuten Wohnform.