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Krippe für die Knirpse der Kommissare in Stade

Die Krippenkinder (v. li.) Max und Oskar mit Krippenleiterin Tanja Frank, Mats auf dem Schoß seiner Mutter, der Polizistin Lara Gärner, sowie der kleine Jonne

Kelle schwingen Landesgebäude: erste "Zwergenpolizei" im Landkreis Stade

tp. Stade. Wachsen hier die Ordnungshüter von morgen heran? In der Kreisstadt Stade gibt es jetzt eine Krippe für die Knirpse der Kommissare. Die erste Betreuungsstätte für Kinder von Polizeibeamten in der Region wurde am Dienstag offiziell eingeweiht.

Polizeidirektor Torsten Oestmann, Chef der Polizeiinspektion Stade, und die Krippen-Leiterin Tanja Frank eröffneten die Einrichtung mit dem feierlichen Durchschneiden des rot-weißen Flatterbandes, das stilecht die Aufschrift "Polizeiabsperrung" trug.
Nach Keksen und Kuchen im Kreise der Eltern und Gäste wurde das 30 Quadratmeter große Domizil auf dem Gelände der Stader Polizeiinspektion besichtigt. Aus dem Fenster der Tagesstätte können die Kleinen ihren Mamas und Papas zuwinken, wenn sie mit dem Streifenwagen zum Einsatz ausrücken.

Schon früh lernen die Krippenkinder spielerisch Recht und Ordnung. Im Bewegungsraum liegt unter anderem eine Spielteppich mit Straßennetz. "Omas Handtasche" sowie Spielzeugautos von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst stehen zur Verfügung.

Die erste Gruppe besteht aus fünf Kindern und ist laut Krippen-Betreiberin Tanja Frank bis ins kommende Jahr ausgebucht. Die Nachfrage nach der Kinderbetreuung bei der Zwergenpolizei, in der Töchter und Söhne von Polizeibeamten bevorzugt einen Platz bekommen, ist groß. Tanja Frank, die die Räume in dem Polizei-Amtsgebäude vom Land Niedersachsen gemietet hat, denkt schon jetzt über eine Expansion nach: "Wahrscheinlich müssen wir anbauen."

Das hält auch Polizeichef Oestmann für wahrscheinlich: Denn der Stader Polizei sei sehr daran gelegen, ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Schon knapp 50 Prozent der Stader Polizei-Beschäftigten sind Frauen - mit steigender Tendenz.

Die Initiative zur Gründung der Polizei-Krippe ging übrigens auch von zwei Müttern aus. Im Dezember 2015 starteten sie eine Bedarfsumfrage, die positiv ausfiel. Im März 2017 erteilten die Behörden die Genehmigung - und nur wenig später hießt es "Ta­tü­ta­ta, die Zwergenpolizei ist da!"