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Künftig wird auch mobil in beide Richtungen geblitzt

Stellten die neue Technik am Montag vor: Landrat Michael Roesberg (v. re.) sowie die Messbeamten Ulf Wiebusch und Peter Borchers-Saß
bc. Stade. Der Landkreis macht mobil gegen Raser. Knapp 80.000 Euro hat sich Landrat Michael Roesberg einen neuen VW Bus T5 inklusive moderner Digital-Messtechnik kosten lassen. Der Clou: Fortan können die mobilen Messbeamten des Kreises in beide Richtungen Temposünder blitzen - mit nur einem Fahrzeug. Bisher war das nur bei einigen der insgesamt zwölf stationären Blitzkästen im Kreisgebiet möglich.
Mit der Methode sollen vor allem zu schnell fahrende Motorradfahrer, die nur am Hinterrad über ein Kennzeichen verfügen, für ihr Fehlverhalten zur Kasse gebeten werden. „Die Masse der Verkehrsteilnehmer verhält sich vorbildlich, die wenigen Horror-Raser haben auf unseren Straßen nichts zu suchen“, sagt Roesberg.
Zum Hintergrund: In dem neuen Fahrzeug sind zwei digitale Anlagen verbaut, eine im Kofferraum, eine kann per Stativ aufgestellt werden. Die Messbeamten sehen durch die Digitaltechnik sofort das Live-Bild des Rasers auf einem Monitor im Bus, können im Bedarfsfall die Einstellung ändern, um die Aufnahmequalität zu verbessern. „So wird unsere Fehlerquote geringer“, erklärt Messbeamter Peter Borchers-Saß. Das heißt: Die „geblitzten“ Verkehrsteilnehmer können mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr damit rechnen, dass sie auf den Fotos nicht zu erkennen sind, um somit Widerspruch einlegen zu können. Der Landkreis verfügt über zwei mobile Blitzwagen, die laut Roesberg täglich rund um die Uhr im Einsatz sind.
Alleine 2014 registrierte der Landkreis 25.677 von seinen mobilen Anlagen erfasste Temposünder, die entweder ein Verwarn- oder ein Bußgeld (mehr als 20 km/h zu schnell) zahlen mussten. Bei den Starenkästen waren es ingesamt 18.983 Schnellfahrer. Macht insgesamt Einnahmen für die Kreiskasse in Höhe von rund 1,85 Mio. Euro.