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Landkreis Stade erwartet weitere Flüchtlingsankunft am Dienstag

Malteser-Einsatzleiter Jens Engel und Kreis-Ordnungsdezernentin Nicole Streitz in der Harsefelder Sporthalle (Foto: jd)
bc/tp. Stade. Zum zehnten Mal sind am Dienstag Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten im Rahmen eines Amtshilfeersuchens des Landes nach Stade gebracht worden. In zwei Bussen trafen 104 Menschen am Kreishaus ein. Die Vorbereitungen für eine Unterbringung in Harsefeld laufen auf Hochtouren.

Von den 60 Flüchtlingen, die sich erfassen ließen, stammen die meisten aus Syrien (35), die übrigen aus Afghanistan (21), dem Iran (2) und dem Irak (1). In einem Fall konnte das Herkunftsland noch nicht ermittelt werden. Diejenigen, die sich nicht erfassen lassen wollten, haben als weitere Reiseziele unter anderem Schweden angegeben. Einige hatten sich von Familienangehörigen abholen lassen, ohne die Erfassung durchlaufen zu haben.

Unter den Minderjährigen befanden sich diesmal elf, die unbegleitet von Verwandten in Stade ankamen. Um sie kümmert sich das Jugendamt. Alle Flüchtlinge erhalten im Kreishaus nach einem Gesundheits-Check eine Stärkung. Ehrenamtliche Sprachmittler und Hilfsorganisationen unterstützen die Landkreis-Mitarbeiter.

Die Flüchtlinge wurden kurze Zeit später in die zwei Notunterkünfte des Landkreises Stade, entsprechend eingerichtete Turnhallen der Friedrich-Fröbel-Schule und der Berufsbildenden Schulen, gebracht. Dort werden sie ebenfalls von Hilfsorganisationen versorgt. Vermutlich am Dienstag kommen im Landkreis die nächsten Flüchtlinge an.

• Unterdessen baut der Malteser Hilfsdienst die Notunterkunft in der Halle am Harsefelder Gymnasium auf. Dort können die ersten Flüchtlinge nicht vor Ende des Monats einziehen. Erst dann trifft ein sogenanntes Thermo-Zelt ein. Das soll als Aufenthalts- und Essensbereich dienen. Zu einem Info-Abend im Forum des Gymnasiums zum Thema Flüchtlinge kamen rund 600 Bürger.

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