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Letzte Ehre für den Vierbeiner: In Stade-Wiepenkathen gibt es einen Tierfriedhof

Sebastina Vollmers ermöglicht den Menschen, ihre lieb gewonnen Haustiere zu bestatten (Foto: am)
am. Stade. Der Verlust eines geliebten Tieres ist für viele Tierbesitzer sehr schmerzlich. Auf einem besonderen Friedhof in Stade-Wiepenkathen können diese Menschen ihrer verstorbenen Haustiere gedenken. Hier können die Besitzer ihren treuen Begleiter mit einem Grab die letzte Ehre erweisen. Kleine Grabsteine und -platten auf denen ein Name eingraviert ist, erinnern hier an den geliebten Freund - geschmückt mit Blumen und Fähnchen. "Die Menschen sind dankbar", sagt Inhaber Sebastian Vollmers, "hier haben sie einen Ort, der sie mit ihrem Tier verbindet". Die Resonanz ist groß. Deswegen denkt Vollmers nun über eine Erweiterung des Areals nach.
Rund 5.000 Quadratmeter haben Sebastian Vollmers und sein Vater Jan Vollmers 2003 zu einem kleinen Park angelegt. Sebastian Vollmers weiß, welche Bedeutung dieser Ort für die Tierbesitzer hat. "Die Menschen haben bei uns die Möglichkeit zu trauern", sagt Vollmers. Vor der Bestattung werden die Tiere aufgebahrt und in einer kleinen Zeremonie verabschiedet. "Das erleichtert den Abschied." Es habe auch Familien gegeben, die ihre Kinder zur Bestattung mitgebracht haben, so Vollmers. "Das waren gute Erfahrungen. Das hat den Kindern einen Weg gezeigt, mit ihrem Verlust umzugehen", sagt er. Auch für ältere Menschen, die sehr an ihren Tieren hängen, sei die Möglichkeit, Kontakt zu halten, sehr wichtig.
Insgesamt 600 Tierhalter haben ihre Haustiere inzwischen auf dem Friedhof bestattet. Es sind vor allem Hunde und Katzen, vereinzelt auch Meerschweinchen oder Kaninchen. Das berühmteste Tier war der Hund eines Reisebüros in Stade. Mit einer großen Veranstaltung verabschiedeten sich die Mitarbeiter und Besitzer von dem kleinen Vierbeiner.