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Mega-Umleitung auf der Geest

Schild für Autofahrer auf der B74 in Elm zwischen Bremervörde und Stade. Sie sollen die Umleitung über Hagenah nehmen

Vollsperrung der L114 zwischen Himmelpforten und Oldendorf / Behörde im Interessenkonflikt

tp. Oldendorf-Himmelpforten. Bei Umleitungen wegen Straßenbaustellen prallen Interessen auf einander: Pendler wollen schnell ans Ziel, Anwohner sollen geschont werden. Aktuell beschweren sich WOCHENBLATT-Leser über die von den Behörden angeordnete Umleitung um die Baustelle an der Landesstraße 114 zwischen Himmelpforten und Oldendorf. Die L114, die quer über die Stader Geest läuft und die Bundesstraßen B73 im Norden und B74 im Süden verbindet, ist bis Dienstag, 22. April, auf einem rund drei Kilometer langen Teilstück voll gesperrt.

Autofahrer auf der B73 zwischen Stade und Cuxhaven sowie auf der B74 zwischen Bremervörde und Stade werden großräumig umgeleitet, wodurch sich die Fahrstrecken je nach Ziel um mehr als 20 Kilometer verlängern können. Ortskundige wählen wesentlich kürzere Routen. Ein Beispiel ist der Weg von Himmelpforten über den Stubbenkamp, Kuhla und Sunde nach Oldendorf. Doch an der Strecke liegt ein Wohngebiet. Das gilt für weitere Insider-Routen im Einflussbereich der Baustelle.

Diese Abkürzungen sind laut dem Leiter der zuständigen Landes-Straßenbaubehörde in Stade, Hans-Jürgen Haase, nicht erwünscht und können zu "unzulässigen Belastungen" führen. Er verteidigt die weiträumigen Umleitungen über Burweg an der B73 und Hagenah an der B74. Die Routen seien in Kooperation mit der Verkehrsbehörde des Landkreises Stade abgesteckt worden. Bei der Planung habe der Schutz von Anwohnern vor Lärm und Abgasen eine besondere Rolle gespielt.

Unterdessen beschweren sich Gewerbetreibende über Umsatzeinbrüche. Angesichts der Nachteile fragen Kritiker, warum der Verkehr nicht einspurig an der Baustelle vorbeigeführt wird. Dies kommt laut Behörden-Chef Haase aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht. Wegen des engen Fahrstreifens der L114 wären Verkehrsteilnehmer und Bauarbeiter gefährdet. Überdies würde sich die Bauzeit deutlich verlängern.