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Mehr Qualität im Stader Pflegeheim, aber auch höhere Kosten für die Bewohner

Fühlt sich wohl in ihrem neuen Zimmer im DRK-Alten- und Pflegeheim in Stade: Bewohnerin Gerda Witt mit Heimleiterin Anette Dubbels
lt. Stade. In einem Pflegeheim zu leben, ist inzwischen für viele ältere Menschen Alltag. Allein im Landkreis Stade gibt es 26 Alten- und Pflegeheime, in denen ca. 2.000 Senioren ihren Lebensabend verbringen. Und während die, die genug Geld auf der hohen Kante haben, sich entspannt zurücklehnen können, sind die anfallenden monatlichen Kosten für manche Pflegeheimbewohner eine große Herausforderung. Vor allem wenn die Kosten steigen - so wie jetzt z.B. im DRK-Alten- und Pflegeheim in Stade, das zu den größten im Landkreis zählt.
Weil die Einrichtung im vergangenen Jahr um 36 Zimmer erweitert wurde und nun auch der Altbau komplett saniert und modernisiert wird, mussten die Investitionskosten angepasst werden, so Heimleiterin Anette Dubbels.
Je nach Zimmer zahlen die 170 Bewohner jetzt um die 100 Euro monatlich mehr, manche müssen sogar knapp 150 Euro mehr berappen als vorher.
"Es bleibt keine andere Möglichkeit als einen Teil der Sanierungskosten auf die Bewohner umzulegen", so Anette Dubbels.
Die Heimleiterin weiß um die finanziellen Nöte mancher Senioren. Gleichwohl ist sie froh, dass das 1967 eröffnete Pflegeheim endlich modernisiert wird. "Die Lebensqualität ist jetzt deutlich höher als vorher", so Anette Dubbels.
Das findet auch Gerda Witt (78). Sie lebt seit zweieinhalb Jahren im DRK-Pflegeheim und hat ihr Einzelzimmer im Altbau gegen ein Zimmer im Neubau mit größerem Balkon und geräumigerem Bad getauscht. "Hier gefällt es mir viel besser", sagt Gerda Witt. Dass sie dafür nun auch mehr bezahlen muss, nimmt die Seniorin in Kauf.
Und Anette Dubbels hofft, dass alle Bewohner noch lange in "ihrem" Heim zusammen leben, sich wohl fühlen und schöne Tage verleben. Die Resonanz sei jedenfalls positiv und auch an neuen Anfragen nach Zimmern mangele es nicht, so die Heimleiterin.

Die Pflegeheimkosten fallen je nach Pflegeheim und Pflegestufe unterschiedlich aus und setzen sich zusammen aus den Kosten für Unterkunft und Verpflegung, aus den Kosten für pflegebedingten Aufwand und den Investitionskosten. Durchschnittlich kommen so 60 bis 120 Euro pro Tag zusammen.
Von der Pflegeversicherung gibt es Zuschüsse in Höhe von 1.023 Euro (Pflegestufe I) bis 1.918 Euro (Pflegestufe III Härtefall).
Es besteht außerdem die Möglichkeit, Pflegewohngeld (ab Pflegestufe I) zu beantragen, wenn das Einkommen, bzw. die Rente des Betroffenen nicht ausreicht.
Im Durchschnitt betragen die Pflegeheimkosten insgesamt mindestens 2.500 Euro pro Monat.