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"Mensch des Jahres 2016" Christa Heins: "Anderen zu helfen macht mir Spaß"

Ihre Tür steht jedem offen, der ihre Hilfe benötigt: Christa Heins (Mitte) wurde von Sylvia Lorenz (re.) als „Mensch des Jahres“ vorgeschlagen. Auch Abbdallah Alwani freut sich darüber

Christa Heins engagiert sich in ihrem Ort und in der Flüchtlingshilfe

ab. Wangersen. Sie arbeitet seit 22 Jahren im Vorstand des Heimatvereins, ist seit drei Jahren dort Erste Vorsitzende, hat in Wangersen den Besuchsdienst für „unrunde“ Geburtstage übernommen, engagiert sich in der Flüchtlingshilfe und ist rund um die Uhr Ansprechpartner für Flüchtlinge: Christa Heins aus Wangersen gehört zu jenen Menschen, die in ihrer Freizeit anderen Menschen helfen.

Ein Grund für ihre Freundin Sylvia Lorenz, die 57-Jährige für die WOCHENBLATT-Aktion „Mensch des Jahres“ vorzuschlagen. „Ich war sehr überrascht und habe mich gefreut. Hätte Sylvia mich vorher gefragt, ob sie mich vorschlagen darf, wäre meine Antwort aber vermutlich nein gewesen“, gesteht die hilfsbereite Wangersenerin.

Viele Veranstaltungen organisiert sie in ihrem Ort, wie beispielsweise den Kunsthandwerksmarkt. Die Verwaltung des Heimathauses, das auch gemietet werden kann, hat Christa Heins ebenso unter ihre Fittiche genommen wie die Organisation des örtlichen Ernte- und Weinfestes. „Ich bekomme viel von den Menschen zurück“, sagt die Ehrenamtliche, „und es macht viel Spaß, sich zu engagieren.“ Und Sylvia Lorenz fügt hinzu: „Sie ist die ,Eventmanagerin‘ in unserem Dorf.“

Besonders die Flüchtlingshilfe liegt Christa Heins am Herzen. „Mein Mann und ich waren vor einiger Zeit im Ort auf einer Versammlung, wo es darum ging, zu helfen. Wir wollten uns eigentlich nur informieren, doch am Ende übernahm ich die Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie und gründete mit einer anderen Unterstützerin eine Kleiderkammer“, erinnert sich Heins. Dabei ist es nicht geblieben: Inzwischen betreut Christa Heins 21 Flüchtlinge, unter ihnen auch Abdallah Alwani aus Syrien, der schon beinahe zur Familie gehört.

Ihre Aufgabe nimmt Christa Heins sehr ernst, sie fährt Flüchtlinge zum Arzt, hatte bereits einen Schwerkranken für zehn Tage bei sich im Haus aufgenommen, und wird demnächst auch eine Flüchtlingsfrau zur Geburt ihres fünften Kindes begleiten. Das intensive Engagement zehrt an ihren Kräften. Christa Heins: „Ich gönne mir ab jetzt einen halben Tag Pause pro Woche, sonst falle ich eines Tages aus.“ Nein zu sagen fällt ihr schwer, denn: „Für mich sind diese Menschen Freunde.“