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Minimalist auf drei Rädern

Hauptsache ein Dach über dem Kopf: Hans-Jürgen Staats in seinem Moped mit Fahrerkabine

Hans-Jürgen Staats (70) schwört auf sein altes "Simson"-Kabinen-Moped / Platz für eine schlanke Frau

tp. Stade. Es ist klein, dreirädrig und knattert wie ein Rasenmäher: Mit seinem "Simson"-Kabinen-Moped ist Hans-Jürgen Staats (70) aus Drochtersen-Assel in Kehdingen der Exot auf den Straßen des Landkreises Stade. Hupen, Winken, Kopfschütteln, mitleidiges Lächeln: Der automobile Minimalist hat schon jede Reaktion auf sein Ausnahme-Gefährt erlebt.

"Ich habe nie einen Pkw-Führerschein besessen", sagt Hans-Juergen Staats. Also schaffte er sich vor vielen Jahren den roten "Flitzer" aus volkseigener DDR-Produktion an. Die rote "Simson", Baujahr 1984, ist formal ein Moped. Sie bringt Tempo 50 maximal. Mit seinem "Hutschefidel", hinter dem sich wegen des Schneckentempos oft Schlangen bilden, klappert Staats die Dörfer ab: Ob zum Einkaufen, früher zur Arbeit als Betonwerker oder wie jüngst zum Arzt nach Stade - das betagte Fahrzeug ließ Hans-Jürgen Staats nur selten im Stich.

Platzmangel hat der ledige Rentner in seinem winzigen Gefährt übrigens nie verspürt. "Für mich als Single reicht die 'Simson' allemal. Neben den Fahrersitz passt sogar ein Kasten Wasser", sagt Staats stolz und mit einem Lächeln. Gegen eine nette Frau als Beifahrerin hätte er übrigens auch nichts einzuwenden: "Nur allzu wohlbeleibt darf sie nicht sein."