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"Miss Germany der Hörgeräte" kommt aus Stade

Gratulation (v. li.): Bürgermeisterin Silvia Nieber, Laudator Dr. Randolf Riemann, Preisträgerin Katharina Boehnke-Nill und Gastrednerin Maike Bielfeldt (IHK)

Ehrung beim Neujahrsempfang im Rathaus: Urkunde und Nadel für Katharina Boehnke-Nill

tp. Stade. Ihr Engagement für Gehörlose hat ihr weit über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf als Vorzeige-Ehrenamtliche eingetragen: Beim Neujahrsempfang der Stadt Stade am Montagabend wurde Katharina Boehnke-Nill (57), Chefin und Gründerin des Vereins "Hören ohne Barriere", mit Urkunde und Ehrennadel gekürt.

Vor rund 200 Gästen in dem bis auf den letzten Platz besetzten Königsmarcksaal des historischen Rathauses würdigte der Laudator, Professor Randolf Riemann, Chefarzt der Abteilung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im Elbe Klinikum Stade, Katharina Boehnke-Nill als „Miss Germany der Hörgeräte“. Die gebürtige Rheinländerin, die seit 1997 im Landkreis Stade lebt, habe sich "um die 15 Millionen Schwerhörigen in Deutschland in hohem Maße verdient gemacht“, lobte Riemann.

Die frühere kaufmännische Angestellte, die heute als Künstlerin tätig ist, ist seit ihrer Kindheit selbst beidseitig stark hörgeschädigt. Im Jahr 2013 organisierte sie im Stader Rathaus das Symposium "Besser hören für alle". Mit ihren Mitstreitern von „Hören ohne Barriere“ setzt sie sich für die Installation spezieller drahtloser Höranlagen in öffentlichen Einrichtungen ein. Die Geräte sind in Stade unter anderem im Kreishaus, bei Stadtführungen der Stade Tourismus GmbH, in einem Seniorenheim, im Rathaus und im Sozialgericht im Einsatz.

In ihrer Ansprache würdigte Bürgermeisterin Silvia Nieber die vielen weiteren Ehrenamtlichen in der Stadt, darunter die vielen Freiwilligen, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren.

Gastrednerin war die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade, Maike Bielfeldt. Sie sagte: 27 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland würden in ihrer Freizeit ein Ehrenamt ausüben. Insbesondere die Flüchtlingsfrage sei auf dem Freiwilligensektor eine enorme Herausforderung. In der Zuwanderung sieht die Wirtschaftsexpertin zugleich große volkswirtschaftliche Potenziale.

• Kontakt: Tel. 04141 - 800453, Internet: http://www.hoeren-ohne-barriere.de