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„Mittelalter-Matsch“ in der Bungenstraße

bc. Stade. Es wäre zu schön gewesen! Stades malerische Altstadt dient als Filmkulisse für eine Story über den Hamburger Hafen (das WOCHENBLATT berichtete), die Produktionsfirma lässt haufenweise Rindenmulch und Stroh für eine möglichst originalgetreue Szenerie ankarren und niemand beschwert sich hinterher über Einschränkungen während und nach den Dreharbeiten. So ist es aber nicht gekommen, was (fast) zu erwarten war angesichts des Aufwands, den die Filmemacher betrieben.

Mehrere Anwohner der Bungenstraße beschwerten sich beim WOCHENBLATT, dass ihre Straße tagelang noch ins Mittelalter zurückversetzt war - obwohl die Arbeiten schon Samstagabend beendet wurden. „Da es geregnet hat, haben die Autos den Mulch festgefahren. Es fing bereits an zu stinken“, schimpft Anwohnerin Inge Melzer.

Sie fragte bei der Stadt nach, wieso man den Dreck nicht schon Sonntag hätte entfernen können. Da würden die Kommunalen Betriebe nicht arbeiten, war laut Inge Melzer die Antwort des Rathaus-Mitarbeiters: „Das kann ich nicht akzeptieren. In anderen Städten wird auch am Wochenende der Müll von Veranstaltungen entsorgt.“
Erst am Mittwochmorgen rückten schließlich die Arbeiter an, um die Bungenstraße vom mittelalterlichen Matsch zu befreien. Richtig sauber sei die Straße immer noch nicht. Inge Melzer nimmt es mittlerweile mit Ironie: „Was tut man nicht alles, um einmal Hamburg sein zu dürfen?“