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Modergeruch aus dem Bunker-Loch in Stade

Forschungsgrube im Garten (vorne v. li.): Grabungshelferin Marina Beneda, Archäologin Ulrike Ek und (hi. v. li.) Gastronom Jörg Baumann, Grabungshelferin Annegret Milbach, Stadtarchivarin Christina Deggim und Grabungsleiterin Andrea Finck

Archäologen haben mit Grabung hinterm "Fischhus" begonnen


tp. Stade. Knochen, Scherben und ein seltsamer Modergeruch bestimmen die Atmosphäre im Garten des Restaurants „Fischhus Störtebeker“ in der Stader Altstadt. Dort haben Stadtarchäologen um Grabungsleiterin Andrea Finck begonnen, nach dem „Bunker-Rätsel“ zu forschen.

Wie berichtet, hatte Gastronom Jörg Baumann auf dem historischen Grundstück an der Salzstraße auf dem Spiegelberg vor einigen Wochen den Eingang eines unterirdischen Gebäudes entdeckt, das er für einen selbstgebauten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg hält.

Beim Start der Grabung am Montag legte Andrea Finck den Eingang in Teilen frei. Aus der Luke des aus Backstein und Beton gebauten Erdkellers strömte ein unangenehmer Verwesungsgeruch, über dessen Quelle die Grabungs-Chefin noch nicht spekulieren mochte: „In ein paar Tagen sind wir schlauer.“ Gartenbesitzer Baumann gibt sich gelassen: „Das kommt nur vom Komposthaufen.“

Unterdessen freut sich Marina Beneda, die neu in dem Job ist, über Anfängerglück: Sie fand in einer zweiten Grube einige Zentimeter unter der Grasnarbe eine historische Münze.

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