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Mühlenteich in Fredenbeck wuchert zu

Üppiger Schilfbewuchs auf dem früheren Teich

Fredenbeck: Besitzerfamile hat Zuschussantrag gestellt / Warten auf Zusage vom Denkmalschutz

tp. Fredenbeck. Rohrkolben und Schilf wuchern üppig auf dem ehemaligen Grund des Mühlenteichs in Fredenbeck. Spaziergänger haben in dem grünen, teils zwei Meter hohen Dickicht bereits Rehe gesichtet. Nur wenige Monate nach der technisch bedingten Trockenlegung holt sich die Natur das ehemals zum Betrieb der Wassermühle genutzte künstliche Gewässer zurück. Die Verlandung hat begonnen. Wenn die Verantwortlichen nichts unternehmen, werden dort schon bald Bäume wachsen.

Doch so weit soll es nicht kommen, sagen Dörthe Neumann, deren Familie das denkmalgeschützte Mühlen-Ensemble gehört, und Bürgermeister Hans-Ulrich Schumacher unisono. Sofern die Finanzierung mit Unterstützung öffentlicher Fördermittel sichergestellt werden könne, solle der Teich wieder geflutet werden.

Wie berichtet, musste der Teich im vergangenen Herbst wegen eines Defektes an der Stauvorrichtung, dem Wehr, trockengelegt werden. Naturfreunde schlugen Alarm, weil das Gewässer Lebensraum seltener Vogelarten war. Seitens der Gemeinde befürchtet man den Verlust eines touristischen Aushängeschildes.

Bei einem WOCHENBLATT-Ortstermin kündigte die Landwirtsfamilie Neumann Gespräche mit der Gemeinde, dem Heimatverein, dem Verein Geestland-Touristik und weiteren Gruppen an. Dem Ziel einer Kostenübernahme, u.a. auch aus Mitteln des Denkmalschutzes, ist man laut Dörthe Neumann inzwischen näher gekommen. Die Familie habe bei der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Stade einen entsprechenden Antrag gestellt und Kostenvoranschläge für die Reparatur eingereicht. Man erwarte im September eine Antwort vom Amt. Ob der erwartete Zuschuss ausreiche, bleibe abzuwarten, sagt Dörthe Neumann.

Aufgrund des Alters der Anlage schließt sie eine Kostenexplosion nicht aus. Bürgermeister Schumacher signalisiert Hilfsbereitschaft seitens der Gemeinde: "Wir haben Interesse am Erhalt der Mühle samt Teich als Ensemble." Voraussetzung sei, dass das Gelände öffentlich zugänglich bleibe.

Das Wegerecht der Gemeinde für den rund 150 Meter langen Pfad erlischt im kommenden Jahr. Der Gehweg, der über dem unterspülten Wehr entlang führt, ist seit Längerem aus Sicherheitsgründen gesperrt.