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Neuer Platz für die Schwimm-Hotels

Urlauber in Stade sollen bald in modernen Hausbooten wie diesem auf dem Burggraben übernachten (Foto: Elbe Bootswerft Magdeburg)

Zu viel Schlick im Holzhafen: "Wasservillen" sollen auf den Burggraben


tp. Stade. Mehrere Wochen schwieg Investor Markus Albrecht aus Stade über den Planungsstand seines spektakulären Tourismusprojektes "Wasservillen" (das WOCHENBLATT berichtete) am Rand der Stader Altstadt - jetzt die überraschende Nachricht: Die Hausboot-Hotels werden - entgegen bisheriger Pläne - nicht mehr am Holzhafen zu Wasser gelassen. Wegen technischer Schwierigkeiten hat Albrecht in Kooperation mit der Stadt einen neuen Standort ins Visier genommen: den Burggraben nahe "Kaufland".
Wegen des niedrigen Wasserstands, Pegelschwankungen und zu viel Schlick eignet sich der Holzhafen nicht für die stationären Urlauber-Hausboote. Das haben Untersuchungen auf dem seit vergangenen Sommer angepeilten Areal an der Salztorscontrescarpe in der östlichen City ergeben. Die Planungen waren schon weit fortgeschritten: Christian Albrecht, der mit der Internetunternehmen "City Map" selbständig ist, hatte online unter www.wasservilla-stade.de Reklame für für das originelle Vorhaben gemacht und weltweit Ideen für die Gestaltung der modernen Edel-Hausboote gesammelt. Mit der Stadt waren die Verhandlungen über einen Pachtvertrag für das Grundstück fast abgeschlossen. Schon zur Eröffnung der Landesgartenschau Hamburg am Freitag, 26. April, bei der Stade Partner und Außenstelle ist, wollte Albrecht die ersten Übernachtungsgäste begrüßen.
Doch daraus wird nun nichts mehr. Die Eröffnung der Wasser-Hotels wird sich verzögern, denn zunächst muss ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden.
Albrecht und sein Mit-Investor wollen gegenüber "Kaufland" zwei große Schwimmstege (Pontons) mit Urlauber-Appartments ans Ufer setzen. Weiter sind zwei kleinere Hausboote und ein Ponton mit Restaurant vorgesehen.
Visionär Albrecht will seine neuen Pläne nun mit den Entscheidungsträgern der Stadt abstimmen. In der Politik und Verwaltung gehen die Meinungen auseinander: Bürgermeisterin Silvia Nieber, Wählergemeinschaft und FDP befürworten die "Wasservillen". Einige Mitglieder der SPD warnen jedoch vor negativen Auswirkungen auf das Stadtbild. Sie befürchten dass der Blick auf den Burggraben versperrt wird. Die Grünen lehnen das Vorhaben vorerst ab.