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Ökologischer Taubenschreck

Kirchenvorstandsmitglied Hartmut Köhlmann an dem neuen Falkenkasten. Die Nisthilfe wurde an einem Fenster im Glockenturm installiert

Falken-Nisthilfe im restaurierten Turm der St.-Cosmae-Kirche


tp. Stade. Tauben sind in der Stader Altstadt seit Jahren eine Plage, weil sie mit ihren Exkrementen die historischen Gebäude verunreinigen. Die St. Cosmae-Gemeinde schützt ihren frisch restaurierten Kirchturm nun mit einer ökologischen Waffe: Der Kirchenvorstand ließ einen Falkenkasten in den Turm einbauen.
"Wir hoffen, dass sich schon bald ein Turmfalken-Pärchen in dem Kasten einnistet", sagt Hartmut Köhlmann (54), Mitglied des Bauausschusses des Cosmae-Kirchenvorstandes. Turmfalken sind Raubvögel. Wenn sie über die Dächer kreisen, suchen Tauben,aber auch Mäuse und Ratten das Weite.
Mit der Maßnahme will der Kirchenvorstand den neu gezimmerten Touristen-Ausguck in dem knapp 40 Meter hohen Rundbalkon, der "Laterne", vor Verschmutzung durch Taubenkot schützen. Laut Hartmut Köhlmann waren Tauben früher auch durch kaputte Fensterscheiben und Ritzen im Dach ins Innere des Gotteshaus geraten. Doch inzwischen seien sämtliche Schlupflöcher geschlossen.
• Wie das WOCHENBLATT berichtet, wurde das Turm-Innere aus Brandschutzgründen für rund 300.000 Euro modernisiert. Zum Sicherheitskonzept gehören eine Brandmeldeanlage und und eine feuerfeste Kammer als Zuflucht im Brandfall.