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Pferdeduft ist ihr Parfüm

Geschenkte Äpfel für die Reiterinnen: Kathrin Fuß (li.) und Saskia Pokrantz beim Picknick

Urlaub mit Ponys: Reiter-Freudinnen erfüllen sich Mädchentraum / 200-Kilometer entlang der Elbe

tp. Stade. Die schweißnassen Pferderücken dampften in der August-Sonne, in den Wanderstiefeln glühten die Füße: Mit einer achttägigen Reit-Tour entlang der Elbe haben sich Saskia Pokrantz (32) Kathrin Fuß (34) einen Mädchentraum erfüllt: Sommerurlaub mit Pferden.

Die attraktiven Schleswig-Holsteinerinnen starteten ihre Abenteuerreise im Dörfchen Kuddewörde bei Trittau, wo sie gemeinsam einen kleinen Reitstall haben. Mitte der Woche erreichten sie das Etappenziel Stade. Mit dem schick gestriegelten Araber-Reitpony-Mix Freddy (12), Haflinger-Pinto-Mischling Pico (14) und Shetlandpony Happy (4) mit der niedlichen Zottelmähne waren die Blondine und die Brünette der Blickfang in der belebten Altstadt und an der viel befahrenen Hansestraße.

Die Pferde-Enthusiastinnen, die in der Johanniter-Reiterstaffel aktiv sind, gingen rund ein Drittel der 200 Kilometer langen Strecke zu Fuß. Einerseits aus Gründen der Verkehrssicherheit, andererseits um die mit Reisetaschen und Proviant bepackten Pferde "und nicht zuletzt unsere lädierten Popos" zu schützen, scherzt Saskia Pokrantz.

Single-Frau Saskia erholte sich in dem Aktiv-Urlaub von ihrem Stress-Job in einem Vertrieb. Katrin Fuß, die Lehrerin ist, ließ ihren Lebensgefährten zu Hause. Denn das tägliche Motto der Reise, die beide schon als junge Mädchen planten, hieß: "24 Stunden Pferd".

Die Ponys mit ihren Eigenarten standen im Mittelpunkt. Aus Rücksicht auf Freddy, der laut Katrin "furchtbar wasserscheu" ist, mied die Reisegruppe die Fähre und überquerte die Elbe bei Geesthacht stattdessen mit einer Brücke. Knackige Möhren und Altländer Äpfel, die ihnen nette Passanten auf der Tour schenkten, waren ausschließlich für die Pferde, die mittags mit ausgedehnten Weidestopps und abends mit einer großen Portion Müsli belohnt wurden.

Saskia und Kathrin versorgten sich selbst hauptsächlich beim Discounter mit Proviant. Ab und zu gab's einen Boxenstopp im Schnellrestaurant. In den Nächten ließen die Reiterinnen ihre Ponys nicht aus dem Auge, schliefen oft mit ihnen unter freiem Himmel auf einer Pferdedecke.

Am Mittwoch erreichten die Freundinnen das Stader Elbdorf Abbenfleth. Die Tour, die zuvor über Seevetal, Rosengarten und danach weiter nach Hechthausen und Otterndorf führte, endete am Freitag in Cuxhaven, wo sie die Rückreise mit Auto und Pferdeanhänger antraten.

Zuhause ging es zur Erfrischung gleich ins Bad, denn auf ihrem Trip, der nur ein einziges Mal zu einem Hotel führte, haben beide nur einmal geduscht. Was soll's? Pferdeduft ist ihr Parfum.