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Plädoyer für Hotel-Neubau in Stade

Egon Ahrens ist Geschäftsführer des Stadeums und der Stade Tourismus GmbH
bc. Stade. Braucht die Hansestadt Stade wirklich ein neues Luxushotel? So wie es derzeit neben dem Veranstaltungszentrum Stadeum geplant ist. Der Bezirksverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) äußerte sich in dieser Frage jüngst eindeutig im WOCHENBLATT: Nein, der Bedarf sei nicht da!
Daraufhin hat sich nun Egon Ahrens, Geschäftsführer des Stadeums und der Stade Tourismus GmbH, zu Wort gemeldet. Er findet ebenso klare Worte: „Ich glaube, dass der Dehoga auf dem falschen Weg ist. Die Stadt wird auf allen Ebenen von dem neuen Hotel profitieren.“
Der Londoner Investor und AOS-Chef Victor Dahdaleh plant bekanntlich seit Langem den Bau eines hochwertigen „4-Sterne-Superior-Haus“ mit 120 Betten und einem großen Spa-Bereich in der Nähe der Innenstadt. Die Stadt hat jetzt erneut einen Anlauf genommen, für die freie Wiese neben dem Stadeum die planungsrechtliche Grundlage zu schaffen, um das Hotel errichten zu können. Ahrens: „Wenn man so einen potenziellen Investor hat, sollte man sich darüber freuen.“
Für Egon Ahrens ist das Hotel ein Muss, damit Stade im hart umkämpften Tourismusmarkt nicht abgehängt wird: „Fast 100 Millionen Euro Umsatz bringen Touristen und Ausflügler jährlich nach Stade. Die Stadt muss aber um jeden Kunden kämpfen. Ein Hotel in diesem oberen Segment fehlt in Stade. Ein Hotel mit einem richtigen Spa-Bereich gibt es überhaupt noch nicht.“ Anders sehe es da in Lüneburg und Celle aus - von der Größe vergleichbare Städte wie Stade. Der Bedarf für ein Hotel dieser Klasse sei aber auch in Stade vorhanden - vor allem in den Hauptsaisonzeiten im Herbst, vor Weihnachten und im Frühjahr zur Blüte - egal, was andere sagen,
so Ahrens. Die Ängste der Stader Hoteliers, das neue Hotel werde ihnen Gäste abspenstig machen, kann Ahrens zwar verstehen, er glaubt aber vielmehr an Synergie-Effekte für die gesamte Stader Hotellandschaft: „Auf allen Ebenen wird eine höhere Nachfrage entstehen.“
Natürlich argumentiert Egon Ahrens auch für das Hotel, weil „sein“ Stadeum davon sehr wahrscheinlich profitieren wird. Momentan sei es so, dass ihm manche Veranstalter absagen, weil für ihre Tagungen im tStadeum nicht genügend Betten in der Umgebung zur Verfügung stehen - in jüngster Vergangenheit die Polizeigewerkschaft und die Interessengemeinschaft „Inthega“. „350 Betten waren gefordert. Nur 110 Betten war zu bekommen“, so Ahrens: „Es wird zunehmend ein Problem, Tagungen zu verkaufen.“
Von mehr Seminaren und Tagungen im Stadeum hätten aber auch andere Akteure in Stade etwas. Ahrens: „Der Einzelhandel wird profitieren.“