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Planungen für "Dirt-Park" an der Elbe schreiten voran

Für Fahrrad-Freaks könnte es bald einen "Dirt-Park" an der Elbe geben (Foto: lt)
lt. Hollern-Twielenfleth. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es in der Samtgemeinde Lühe bald einen so genannten Dirt-Park für Fahrrad-Freaks gibt - und zwar an der Elbe unweit des Fähranlegers Lühesand. Die Samtgemeinde würde das entsprechende Grundstück, dass derzeit als Bauhof-Lager genutzt wird, an die Gemeinde Hollern-Twielenfleth verpachten, berichtet Bürgermeister Timo Gerke auf WOCHENBLATT-Nachfrage.
Die Realisierung eines Dirt-Parks auf dem ursprünglich dafür vorgesehen Grundstück am Feriendorf Altes Land (das WOCHENBLATT berichtete) sei nicht möglich, so Gerke. Dort hätte erst einmal der Bebauungsplan für das komplette Feriendorf geändert werden müssen und das wäre aufwendig und teuer geworden.
Das neu ins Auge gefasste Grundstück an der Elbe wäre dagegen sofort bebaubar, weder der Flächennutzungsplan müsste geändert, noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden, so Gerke.
Allerdings liege das Grundstück auf Grünendeicher Gebiet, ca. 100 Meter hinter der Gemeindegrenze Hollern-Twielenfleths. Die Politik in Hollern-Twielenfleth stehe trotzdem nach wie vor hinter dem Projekt. "Kirchturmdenken ist hier fehl am Platz", sagt der Bürgermeister. Schließlich komme der Dirt-Park der ganzen Samtgemeinde zugute.
Wie berichtet, hatten die Gymnasiasten Kilian Rokitta und Lars Borgmann (beide zwölf) aus Hollern-Twielenfleth die Idee für den Dirt-Park und wendeten sich damit an Bürgermeister Timo Gerke. Sie hoffen nun, dass sich ein Investor für das Projekt findet, der den Dirt-Park realisiert. Je nach Ausführung fallen Kosten zwischen 8.000 und 20.000 Euro an. Die Gemeinde Hollern-Twielenfleth übernimmt die Planungskosten in Höhe von rund 3.000 Euro.
• Bei einem Dirt-Park handelt es sich um eine Art Lehm-Parcours für geländetaugliche Fahrräder. In der Regel gibt es verschiedene Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene mit Rampen und einer Wellenstrecke ("Pumptrack").

Auf ein Wort
Es ist den Jugendlichen zu wünschen, dass ihre Idee realisiert wird. Die beiden Jungs haben Initiative und Einsatz gezeigt und sind an einen engagierten Bürgermeister geraten, der die Suche nach einem passenden Grundstück nicht aufgegeben hat. Vergleichbare Freizeitangebote - abgesehen von einer Skateranlage in Jork - gibt es im ganzen Alten Land nicht. Lena Stehr