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Projekt der Industrie- und Handelskammer: Junge Migranten in die Ausbildung

am. Stade. Die Industrie- und Handelskammer Stade hat das neue Projekt "Integration von jungen Flüchtlingen in das Berufsleben" gestartet. Die kürzlich eingestellte Migrationslotsin Dr. Nicole Martín y Troyano wird dieses betreuen. Sie stellte nun den regionalen Aktionsplan vor.
Das Projekt richtet sich an junge Migranten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, die mit Praktika oder Ausbildungen in die Betriebe integriert werden sollen. Dafür will die Kammer Informationsveranstaltungen mit verschiedenen Akteuren veranstalten, Transparenz schaffen und Netzwerke aufbauen.
Angesprochen werden kleine und mittelständische Unternehmen. "Wir wollen den Betrieben zur Seite stehen und eine Willkommenskultur in den Unternehmen etablieren", sagt Martín y Troyano. In vielen Betrieben sei das Interesse an einer Zusammenarbeit bereits sehr groß. Nach einer Umfrage der IHK haben 151 Betriebe im Bezirk Plätze für Einstiegsqualifikationen gemeldet.
Große Hürde bleibe aber nach wie vor die Sprache. "Das ist das Nadelöhr, durch das alle müssen", sagt Martín y Troyano. Deswegen will die Lotsin auch hier mit einer Übersicht über die Kursangebote den Überblick erleichtern und Informationen vermitteln.
Ziel ist auch, den Flüchtlingen das duale System zu erläutern. Zu diesem Zweck planen die Berufsschulen und die IHK unter anderem einen Schnuppertag für Flüchtlinge. Mit hiesigen Auszubildenden sollen die Migranten einen Tag in der Schule und einen Tag im Betrieb verbringen. Auf der Homepage www.stade.ihk24.de/integration können Interessierte zudem einen Erklärfilm und einen Flyer in sechs Sprachen zur dualen Ausbildung erhalten.
"Wir sind jetzt so aufgestellt, dass wir helfen können", sagt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade. Neben dem Integrationsprojekt habe die Kammer einen Arbeitskreis Integration eingerichtet und einen erfolgreichen Leitfaden für die Einstellungsvoraussetzungen für Flüchtlinge verfasst.